News
    02.09.2008
     

    Außenhandel mit Agrarprodukten legt deutlich zu

     Der deutsche Export von Agrarprodukten und Lebensmitteln gehört zu den ausfuhrstärksten Branchen, so das Statistische Bundesamt. Spitzenreiter sind Schweinefleisch, Milch und Backwaren.

    Im Zeitraum Januar bis Juni 2008 stieg der Exportwert nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Handel mit deutschen Lebensmitteln und Agrarprodukten mit 18,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und damit deutlich stärker als die Exporte der deutschen Gesamtwirtschaft, die lediglich um 6,8 Prozent zulegten. Der Exportwert der Agrar- und Ernährungsbranche liegt damit bei 24,3 Milliarden Euro im Betrachtungszeitraum. Die ausgeführte Menge zeigt hingegen einen leichten Rückgang um 2,9 Prozent auf 23,6 Millionen Tonnen. Vornehmlich bei Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs macht sich die Schere zwischen wertmäßigem Zuwachs und mengenmäßigem Rückgang bemerkbar. Auch die Hinwendung der ausländischen Verbraucher zu hoch veredelten und höherpreisigen Waren spiegelt sich in dieser Entwicklung wider.

    Schweinefleisch, Milch und Brot sind gefragt

    Mit einem Anteil von inzwischen 60,6 Prozent an den Fleischausfuhren baut Schweinefleisch seine Spitzenposition aus.
    Auch Milch und Milchprodukte werden stark nachgefragt und wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres im Wert von 3,7 Milliarden Euro exportiert. Mit 834 Millionen Euro gingen 22,6 Prozent der gesamten wertmäßigen Ausfuhren Deutschlands nach Italien.
    Bei den Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs zeigt sich ebenfalls ein hoher wertmäßiger Zuwachs. Backwaren und Zubereitungen aus Getreide bilden wertmäßig die mit Abstand wichtigsten Waren in dieser Gruppe.

    Handel mit osteuropäischen Ländern nimmt zu

    Der größte Anteil der deutschen Lebensmittel und Agrarprodukte wird innerhalb der EU-27 gehandelt. Im ersten Halbjahr 2008 sind es insgesamt 78,7 Prozent des Exportwertes und 83,8 Prozent der Exportmenge. Der Anteil der osteuropäischen Staaten nimmt seit deren Beitritt im Jahr 2004 stetig zu und liegt im ersten Halbjahr 2008 schon bei über 10 Prozent.
    Die stetig steigende Nachfrage speziell nach hochwertigen Waren bestimmt zunehmend das Exportgeschäft der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Dieser Trend wirkt sich neben den allgemein steigenden Preisen für Agrarprodukte und Lebensmittel direkt auf die steigenden Ausfuhrwerte aus.

    Nähere Informationen finden Sie hier.

    Foto: pixelio