Bundesregierung veröffentlicht Konzept zur zivilen Verteidigung

14.09.2016 09:00  Von:: Sicherheit und Ordnung

Konzept zur zivilen VerteidigungErst kürzlich hat die Bundesregierung die „Konzeption Zivile Verteidigung (KVZ)“ veröffentlicht.

Als Begründung wurden notwendige Anpassungen an das sich wandelnde Sicherheitsumfeld genannt. Die Konzeption soll den Rahmen für diese notwendigen Anpassungen vorgeben, um auch in Zukunft eine solide zivile Verteidigung und Notfallvorsorge in Deutschland gewährleisten zu können.

Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen wird betont
In der Veröffentlichung werden u. a. die Pflichten der Bundesregierung erläutert. Betont wird jedoch auch die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit mit den Ländern und Kommunen. Denn: Die Verantwortung für die Gesetzgebung und Verwaltung für die Vorsorge und Bewältigung von Katastrophen liegt in erster Instanz bei den Ländern. In der Folgearbeit zur Konzeption sollen daher, neben der Schaffung diverser Rechtsgrundlagen und der Anpassung bestehender rechtlicher Vorgaben, weitere Teilkonzepte in Zusammenarbeit mit den Ländern entworfen werden.

Einführung eines standardisierten Abfrageverfahrens
Zudem soll ein standardisiertes Abfrageverfahren zu den Landes- und Kommunalfähigkeiten sowie zu zivilschutzrelevanten Gefahrenpotenzialen eingeführt werden. Damit sollen die Ressourcen für den Notfall und die potenziellen Gefährdungen in den einzelnen Bundesländer besser überblickt und durch die Bunderegierung verstärkt werden können. Zudem können so Gefahrenpotenziale deutschlandweit lokalisiert werden.

Für die Kommunen wird es also unerlässlich, spätestens mit Einführung des standardisierten Abfrageverfahrens, die individuelle Gefährdungsanalysen und Notfallplanungen fortlaufend auf neuestem Stand zu halten, um die notwendigen Daten an die Bundesregierung übermitteln zu können.

Quelle: http://www.bmi.bund.de/

Bildrechte: © Christian Schwier - Fotolia.com 


Passende Artikel

  • Notfallplanung in Städten und Gemeinden

    Großbrand, Unwetter, Bombenfund ¬ Einwohner zählen im Ernstfall auf die Notfallplanung von Städten und Gemeinden Die örtlichen Gefahrenabwehrbehörden, Rettungs- bzw. Hilfsorganisationen tragen bei Gefahren- bzw. Schadenslagen die Verantwortung für den Schutz und das Wohl der Einwohner. Wenn jede Minute zählt, kosten veraltete/ungenügende Notfallpläne sowie eine ineffizient organisierte...

Kommentar schreiben
Captcha

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.