Fachveranstaltung: 40 Jahre Arbeitsstättenverordnung - 10 Jahre ASTA

28.06.2015 10:15  Von:: Betriebssicherheit und Arbeitsstätten

ArbeitsstättenverordnungAm 9. Juni wurde mit einer Fachveranstaltung mit der Fachöffentlichkeit in der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund „40 Jahre Arbeitsstättenverordnung – 10 Jahre ASTA“ gefeiert. Seit dem 25. März 1975 regelt die Verordnung Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in Arbeitsstätten.

Fast 230 Teilnehmende verfolgten ein von der Arbeitsstättenverordnung geprägtes Programm, das einen Bogen von der historischen Entwicklung über aktuelle Diskussionen bis hin zu künftigen Herausforderungen durch technische Innovationen spannte. Während der Veranstaltung wurde auf die Weiterentwicklung der Arbeitsstättenverordnung und den dazugehörigen Arbeitsstättenregeln informiert.

In den vergangenen 10 Jahren hat der Ausschuss für Arbeitsstätten (ASTA) 18 grundlegende Arbeitsstättenregeln erarbeitet, die die Verordnung konkretisieren und den Stand der Technik für Arbeitsstätten widergibt.

In seiner Begrüßung wies der Leiter Unterabteilung Arbeitsschutz im BMAS, Michael Koll, auf die Bedeutung der Arbeitsstättenverordnung für die menschengerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen hin. "Die heutige Fachveranstaltung unterstreicht die grundlegende Bedeutung der Arbeitsstättenverordnung im Arbeitsschutz. Die Regelungen der Verordnung haben sich bewährt, sind aber auf der Höhe der Zeit zu halten".

Bereits 2004 wurde die Verordnung umfassend novelliert, derzeit wird über eine weitere Änderung beraten. Die Diskussion beschäftigt sich u. a. die Integration der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) in die ArbStättV beinhaltet Neuerungen wie die Aufnahme von Unterweisung, Sichtverbindung nach Außen und das Thema Telearbeitsplätze. Zudem wird die ArbStättV künftig ausdrücklich auf die Frage der psychischen Belastungen eingehen, ein Thema das bislang nur in der Bildschirmarbeitsverordnung geregelt war. Danach müssen Arbeitgeber bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen auch „psychische Belastungen“ berücksichtigen. Denn, ungünstige Beleuchtung, fehlender Sonnenschutz, störender Lärm, ein ungünstiges Raumklima, Raumenge und Platzmangel am Arbeitsplatz tragen zu schlechten Arbeitsbedingungen bei und können Stress und psychische Belastungen auslösen und somit die Gesundheit der Arbeitnehmer schädigen.

Fachbeiträge zur biologischen Wirkung von Licht auf die Beschäftigen (Dr. Ahmet Çakir, Ergonomic), der sicheren Anordnung und Kennzeichnung von Fluchtwegen (Klaus Hiltmann, BG Bau), Raumabmessung in Arbeitsstätten (Dr. Karla Heinicke, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr), Arbeitsschutz auf Straßenbaustellen (Horst Leisering, DGUV Fachbereich Bauwesen) ergänzten die Veranstaltung und gaben einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Arbeitsschutz.

Bildquelle: © Monkey Business - Fotolia.com


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