Frühkindliche Bildung weiterentwickeln

13.07.2015 08:15  Von:: Kitas

Frühkindliche Bildung Auf den Anfang kommt es an! Diese Formel eint Fachleute aus der Hirnforschung, der Biologie, der Erziehungswissenschaft und auch der Wirtschaft. Sie betonen, wie wichtig die ersten Lebensjahre für den Bildungserfolg eines Kindes sind und damit die frühkindliche Bildung.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, und die Fachministerinnen und Fachminister der Länder haben sich auf der Konferenz zur frühen Bildung auf einen Prozess zur Entwicklung gemeinsamer Qualitätsziele in der Kindertagesbetreuung geeinigt. Der Prozess der Definition dieser Qualitätsziele scheint langwierig bis unmöglich zu sein. Frühkindliche Bildung in Kindertagesstätten aber geht weiter und jede Kita-Leiterin versucht täglich, ihr Bestes zu unternehmen, um frühkindliche Bildung in ihrer Einrichtung weiterzuentwickeln.

Sprachliche Förderung und mathematische Frühbildung
Die pädagogische Arbeit ist, wie es in der Fachsprache heißt, ganzheitlich geprägt. D. h., mit einem Lernangebot, bei dem mehrere Bildungsbereiche gleichzeitig abgedeckt und verschiedene Bildungs- und Erziehungsziele angestrebt werden. Jedoch soll die schwerpunktmäßige Förderung klar erkennbar sein.
Die sprachliche Förderung hat seit jeher einen festen Platz in der Frühpädagogik. Durch die Diskussion um mehr Qualität an Kitas wird zunehmend auch die mathematische Förderung von Kindern in Kitas diskutiert. Oft haben Erzieherinnen aber große Hemmungen vor der Umsetzung der mathematischen Bildung.

Schwierigkeiten der Weiterentwicklung der mathematischen Frühbildung
Welche Probleme können sich bei der Umsetzung der mathematischen Bildung und Erziehung in der Kindertagesstätte ergeben? Erzieherinnen müssen weiterhin nach Wegen suchen, um das Mathematikangebot für alle Kinder altersentsprechend, attraktiv und transparent zu gestalten. Dabei gilt, die Kinder dort abzuholen, wo sie sich ihrer individuellen Entwicklung nach gerade befinden.

Vielfach fehlt aber die Zeit, sich mit diesem Anspruch und dessen richtiger Umsetzung auseinanderzusetzen. Da das mathematische Angebot in diesem Umfang in Kindertageseinrichtungen nicht üblich war, benötigt das Fachpersonal Vorbereitungszeit, um sich in die umfangreichen Angebote einzuarbeiten. Ein weiteres Problem kann sein, dass es zu wenig finanzielle Mittel gibt, um Fördermaterial anzuschaffen. Nicht zu unterschätzen ist, dass die einzelne Erzieherin andere Schwerpunkte hat, und sich eventuell eine mathematische Förderung nicht zutraut.

Lösungsvorschläge für eine Weiterentwicklung

  • Zur Zeitproblematik: Oft ist es nur eine Sache der richtigen Absprache, dass eine Kollegin ein Kind beobachtet, und die andere das Freispiel leitet. Eine solche Beobachtung und Diagnose kann die ideale Basis für die richtige Förderung eines Kindes darstellen. Erzieherinnen sollten den Tagesablauf auf Freiräume überprüfen und entsprechend z. B. das Bastelangebot reduzieren. Vielleicht bleibt so mehr Zeit für die individuelle Förderung. Mathematische Förderung kann aber auch besonders gut ganz nebenbei funktionieren, indem Erzieherinnen z. B. geometrische Formen im Gespräch/Spiel benennen, entsprechende Spiele ins Tagesgeschehen einbauen etc. 
  • Zum Sparzwang: Wie wäre es mit einem Spendenaufruf für mathematisches Spielmaterial im Gemeindeanzeiger oder Kirchenblatt? Vielfach lassen sich aber auch ganz gewöhnliche Alltagsgegenstände als Material zur mathematischen Frühförderung einsetzen. 
  • Zum Mathematikvorbehalt: Besonders Erzieherinnen, die aus ihrer eigenen Erfahrung keine guten Erinnerungen an den Matheunterricht hatten, können Kinder vor diesen schlechten Erfahrungen bewahren, indem sie es schaffen, die Inhalte spannend, mit viel Freude und vielen interessanten Spielen zu vermitteln.

Schnell einsetzbare Materialien und viele unkomplizierte Ideen zur leichteren Diagnose und Förderung der Entwicklung bzgl. der mathemischen Vorläuferfähigkeiten hält das Produkt „Professionelle Entwicklungsberichte“ bereit.  

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