Inklusionsbedingte Umbauten an Schulen

25.05.2016 09:00  Von:: Schulen

Haftung für Beschädigungen von Kabeln bei TiefbauarbeitenInklusion ermögicht es allen Menschen, in jedem Alter und mit unterschiedlichen Fähigkeiten, gleichberechtigt, selbstbestimmt und unabhängig zu leben. Durch Inklusion an einer allgemeinbildenden Schule können den Schulträgern möglicherweise Kosten entstehen, um das Schulgebäude durch Umbauten barrierefrei zu gestalten. Nach dem Prinzip der Barrierefreiheit soll nicht speziell für Einzelne und nicht nur in einem beschränkten Bereich etwas „Besonderes“ gebaut werden, sondern es soll möglichst immer so gebaut werden, dass alle sich selbstständig in der gebauten Umwelt bewegen können und ihr gewachsen sind.

Neue Verwaltungsvorschrift
In diesem Zusammenhang hat das Kultusministerium von Baden-Württemberg aktuell eine entsprechende Verwaltungsvorschrift rückwirkend zum 1. August 2015 in Kraft gesetzt: Die „Verwaltungsvorschrift über die Gewährung eines Aufwendungsersatzes für Umbauten infolge inklusiver Bildungsangebote an Schulen kommunaler Schulträger“. Diese regelt, dass das Land unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten der Umbauten trägt, die auf Seiten der Kommunen durch die schulische Inklusion entstehen. Berücksichtigt werden können beispielsweise Umbauten, die der Barrierefreiheit dienen. Dazu zählen etwa Rampen, Aufzüge, Hebebühnen, Handläufe, aber auch hörakustische Raumausstattungen wie Schallschutzdecken oder speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zugeschnittene Sanitärräume.

Barrierefreie Gestaltung von Schulen
Doch wie kann eine Schule barrierefrei gestaltet werden? Beispielsweise vor und hinter der Eingangstür soll eine mindestens 1,50 m x 1,50 m große Bewegungsfläche (frei von Hindernissen wie z. B. Türstoppern) vorhanden sein. Personen, die sich hinter der Tür befinden, können durch den im oberen Zweidrittelbereich des Türflügels vorhandenen Glasausschnitt (Sicherheitsglas) gesehen werden. Diese und viele weitere Informationen, Regelungen und Empfehlungen sind gebündelt im Werk „Sicherheitshandbuch für Bildungseinrichtungen“ der FORUM VERLAG HERKERT GmbH zu finden. So können Schulen und deren Träger notwendige Änderungen besser erkennen und einfordern.

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