Neue PSA-Verordnung vom Rat der Europäischen Union angenommen

08.03.2016 09:00  Von:: Betriebssicherheit und Arbeitsstätten

PSA-RichtlinieAm 12. Februar 2016 hat der Rat der Europäischen Union (Wirtschaft und Finanzen) in Brüssel den Verordnungstext zur Neuen PSA-Verordnung angenommen. Nun bleibt die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt abzuwarten.

Mit der PSA-Richtlinie konnte bereits ein hohes Schutzmaß für PSA-Nutzer gewährleistet werden. Bei der Umsetzung der bestehenden Richtlinie 89/686/EWG gab es jedoch immer wieder Probleme. Diese traten u. a. bei Risiken auf, die im Zusammenhang mit der Schutzausrüstung von der Richtlinie nicht erfasst werden, oder bei missverständlich formulierten Bestimmungen, die zu Unstimmigkeiten bez. der technischen Anforderungen führten.

Bereits im März 2014 legte die Europäische Kommission den Entwurf einer PSA-Verordnung vor um diese Probleme zu beseitigen. Im Vordergrund stand dabei der Schutz der Gesundheit und Sicherheit von PSA-Nutzern, die Gewährleistung von fairen Wettbewerbsbedingungen unter allen PSA-Herstellern und ein einfacherer rechtlicher Rahmen innerhalb Europas.

Neben umfangreichen inhaltlichen und strukturellen Änderungen sieht die neue PSA-Verordnung folgende Neuerungen vor:

  • - Aus der Richtlinie wird eine Verordnung
  • - Erhöhte Verständlichkeit und aktuelle Rechtssprache und –begriffe
  • - Anpassung der NLF (New Legislative Framework)

Die Frage warum aus der bestehenden Richtlinie 89/686/EWG eine Verordnung werden soll, ist leicht zu beantworten. Da die Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen, sowie die Konformitätsbewertungsverfahren in allen Mitgliedsstaaten identisch sein müssen jegliche Spielräume bei der Umsetzung vermieden werden sollen, wählte man die Rechtsform der Verordnung.

Mit der Einführung der PSA-Verordnung werden klarere und ausführlichere Vorschriften angestrebt und Spielräume für die unterschiedliche Umsetzung für alle Mitgliedsstaaten ausgeschlossen, so die EU-Kommission.

Vergleicht man die Richtlinie 98/686/EWG mit der neuen PSA-Verordnung fallen Verbesserungen in allen Anhängen auf:

  • - Anhang I: Neueinführung von Risikokategorien
  • - Anhang II: Änderungen der wesentlichen Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen
  • - Anhang III: detaillierte Mindestanforderungen an technische Unterlagen
  • - Anhang IV-VIII: Neue Mindestanforderungen in den Modulen A, B, C, F, D festgelegt
  • - Anhang IX: Strukturelle und inhaltliche Angaben zur EU-Konformitätserklärung
  • - Anhang X: : Vorgabe der vereinfachten EU-Konformitätserklärung

 

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