Rückrufaktion vom Süßigkeitenhersteller Mars

26.02.2016 07:30  Von:: Hygiene und Arbeitsschutz

Rückrufaktion MarsDer Hersteller Mars hat am vergangenen Dienstag, den 23.02.2016 eine groß angelegte Rückrufaktion gestartet. Dies betrifft die Schokoriegel Mars, Snickers, Milky Way sowie Celebrations-Artikel. Auslöser für die Millionenrückrufe ist ein in einem Marsriegel gefundenes Plastikteil. Dieses war so groß, dass gesundheitliche Schäden beim Verzehr davongetragen werden könnten. Daraufhin nahm der Hersteller alle betroffenen Produkte vom Markt.

Betroffene Produkte
Betroffen sind Produkte, die im niederländischen Veghel hergestellt wurden. Von dort aus wird in 57 verschiedene Länder geliefert. Zu achten ist auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, das im Zeitraum von Juni 2016 bis zum Januar 2017 liegt. Genauere Informationen hierzu bietet Mars auf seiner Internetseite.

Umtauschmöglichkeiten für den Kunden
Ein Umtausch ist direkt über den Hersteller möglich. Über eine Telefon-Hotline kann ein Rücksende-Etikett bei Mars angefordert werden. Erhält der Kunde dieses, kann er das betroffene Produkt mit dem Etikett an Mars zurücksenden. Bei Verwendung des Etiketts liegen die Kosten für den Versand beim Lebensmittelhersteller. Ein Sprecher von Mars hofft dadurch auf eine hohe Rücklaufquote: „Wir möchten nicht, dass die betroffenen Produkte weiter im Umlauf sind". In einem gewissen finanziellen Rahmen ist zudem eine Entschädigung möglich, die auch andere vom Konzern hergestellte Produkte umfasst.

Fremdkörpermanagement in Unternehmen
Bei gut praktizierten Hygienevorkehrungen werden für gewöhnlich Fremdkörper aufgefangen. Problematisch wird es, wenn die Kontrollen fehlerhaft sind. Dies muss unbedingt durch geeignete Maßnahmen vermieden werden. Ein effektives Fremdkörpermanagement sollte in einem Lebensmittelunternehmen jegliche Fremdkörperkontamination in Nahrungsmitteln ausschließen. Deshalb wird das Fremdkörpermanagement in den meisten Unternehmen innerhalb der Lebensmittelkette ernst genommen. Das Lebensmittelrecht schreibt allgemeine Hygieneanforderungen u. a. für Räume, Einrichtungen, Personal, Schädlingsbekämpfung, Abfallentsorgung sowie für die Reinigung und Desinfektion vor.

Hygienekontrollkonzept
Auf Grundlage eines Eigenkontrollkonzepts müssen in jedem Betrieb Maßnahmen und Kontrollen zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit durchgeführt werden. Dabei werden zur Vermeidung gesundheitlicher Gefahren durch biologische, chemische oder physikalische Verfahren entsprechende Maßnahmen und Kontrollen durchgeführt. Dieses betriebseigene Hygienekontrollkonzept ist an die Inhalte eines HACCP-Konzeptes anzulehnen. Vorhandene Fremdkörper in einem Produkt führen im Allgemeinen zu aufwendigen Rückrufaktionen.

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