Vorgaben für Flächenbefestigungen

29.04.2016 08:00  Von:: Landschafts- und Tiefbau

FlächenbefestigungIn die aktualisierte Ausgabe 2015 des Merkblatts „Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen in ungebundener Ausführung sowie für Einfassungen“ wurden neu gewonnene Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis eingearbeitet. Darin werden nun u.a. Einfassungen und Entwässerungsrinnen sowie das Verfugen und Verdichten der Pflasterdecke ausführlicher behandelt.

Ungebundene Fugenfüllungen müssen demnach so beschaffen sein, dass

  • • sie filterstabil gegenüber der Bettung sind.
  • • sie möglichst widerstandsfähig gegen das Aussaugen durch Saugkehrmaschinen und den Verkehr sind.
  • • der Fugenfüllstoff durch ausreichenden Widerstand gegen Kornzertrümmerung und Abrieb dauerhaft die statischen und dynamischen Verkehrsbelastungen auf die angrenzenden Bauteile übertragen kann.

Als Fugenschlussmaterial eignet sich Gesteinsmaterial mit einer Körnung 0/2. Dieses darf keinesfalls zu einem Verfärben des Belages führen.

Fugen- und Bettungsmörtel für Entwässerungsrinnen sollten den Empfehlungen des „Arbeitspapieres Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen in gebundener Ausführung“ entsprechen. Bei Rinnen, die regelmäßig überfahren werden, ist der Fugenmörtel auf die Festigkeitseigenschaften der zu verwendenden Rinnenbauteile abzustimmen. Bei Verwendung von Beton- und Natursteinprodukten mit geringer Festigkeit sollte der Fugenmörtel eine Druckfestigkeit von 25 bis 35 N/mm² aufweisen.

Pflasterfugenmassen sind insbesondere Materialien, die Bitumen als Bindemittel beinhalten. Sie müssen dauerhaft nachgiebig sein, eine gute Haftung ermöglichen und fließfähig verarbeitet werden können. In der Regel werden sie heiß verarbeitet.

Bildrechte: © Matthias Buehner - Fotolia.com


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