EnEV und Energieausweise
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EnEV und Energieausweise

Rechnerischer Nachweis, Baukonstruktion und Haustechnik für Neubauten und Bauten im Bestand
Herausgeber/-in: Prof. Dr. Werner Friedl
Stand März 2018
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Premium-Ausgabe:
Handbuch, DIN A5 Ringordner inkl. digitale Arbeitshilfen zum Download + Online-Ausgabe
Mit der praxisbezogenen Auslegung der EnEV sowie zahlreichen Planungshinweisen und Rechenbeispielen liefert das Praxishandbuch das notwendige Fachwissen, um die Anforderungen der Energieeinsparverordnung korrekt in die Praxis umzusetzen.
Ihre Vorteile:
  • Standardwerk für die Planung und Ausführung nach aktueller EnEV
  • Leicht verständliche Rechenbeispiele
  • Praxisbezogene Auslegung der EnEV
  • Online-Ausgabe mit praktischen Zusatzfunktionen
  • Einsatzfertige Arbeitshilfen und Vorlagen zum Download

Alle notwendigen Informationen zur Umsetzung der aktuellen EnEV in einem Werk

Mit der aktuellen Energieeinsparverordnung wurden u. a. die Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden weiter verschärft und die Nachrüstungspflichten bei Anlagen und Altbauten erweitert. Mit dem Inkrafttreten der EnEV zum 01.04.2014 erfolgte außerdem die Differenzierung der energetischen Standards in Energieeffizienzklassen (Klassen A+ bis H) bei Wohngebäuden. Auch sind alle neuen Energieausweise und Inspektionsberichte seitdem beim DIBt zu registrieren, zudem wurde ein unabhängiges Stichprobenkontrollsystem für Energieausweise eingeführt. Des Weiteren gelten laut EnEV seit 01.01.2016 höhere energetische Anforderungen an Neubauten.   

Architekten, Energieberater, Fachingenieure, Handwerker, Immobilienverwalter und Bauherren müssen sich an die viele neue Regelungen halten. Der Ratgeber „EnEV und Energieausweis“ liefert das notwendige Fachwissen, um die Anforderungen der EnEV korrekt in die Praxis umzusetzen. Erfahrene Experten erklären praxisnah, wie EnEV-konforme Details und Lösungen geplant und ausgeführt werden, um das Haftungsrisiko zu verringern.

Premium-Ausgabe

Die Premium-Ausgabe des Werks besteht aus einer gedruckten und einer Online-Ausgabe des kompletten Handbuchs sowie einsatzfertigen Mustervorlagen, Arbeitshilfen und Checklisten zum Download.

Diese bietet folgende Vorteile:

  • Erfahrene Experten legen die Anforderungen der EnEV praxisbezogene aus und erleichtern damit die korrekte Umsetzung der neuen Vorgaben.
  • Zahlreiche Planungshinweise helfen, Baukonstruktionen und Anlagentechnik EnEV-konform zu planen und auszuführen.
  • Leicht verständliche Rechenbeispiele bieten eine wertvolle Hilfestellung für die Durchführung der notwendigen Berechnungen.
  • Sofort einsetzbare Checklisten, Arbeitshilfen und Musterformulare stehen auf dem Onlineportal zum Download bereit.
  • Alle Inhalte stehen in dieser Premium-Ausgabe auch digital zur Verfügung. Zahlreiche praktische Zusatzfunktionen (z. B. Volltextsuche mit farblich hinterlegten Suchergebnissen, direkte Verlinkungen, Copy&Paste Funktion) machen die Anwendung besonders komfortabel.

So erfüllen Sie die Anforderungen des EEWärmeG und führen den Nachweis korrekt durch!

Ein Großteil der benötigten Wärme- und Kälteenergie wird für die Gebäudeheizung/-kühlung aufgewendet. Durch das EEWärmeG soll der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch bis 2020 auf 14 % steigen. Doch welche Anforderungen stellt das EEWärmeG genau an Neubauten? Gelten An- und Umbauten auch als Neubauten? Wer ist für die Einhaltung verantwortlich? Gilt aus Photovoltaik erzeugter Strom auch als erneuerbare Energie? Wie können die Anforderungen durch Ersatzmaßnahmen gelöst werden?
Antworten auf diese und weitere Fragen, gibt unser Autor in dieser Lieferung. Zudem führt er an einem Beispiel-Einfamilienhaus einen Variantenvergleich mit unterschiedlichen Lösungsansätzen durch.

Schnittstellen zwischen Gewerken richtig planen und koordinieren
Da die Schnittstellen der Gewerke der Gebäudehülle eng mit der luftdichten Konstruktion des Gebäudes und der Berücksichtigung von Wärmebrücken zusammenhängen, ist eine intensive Kommunikation zwischen den Gewerken notwendig. Doch aufgrund von Termin- und Kostendruck werden dringliche Abstimmungen oft schlichtweg vergessen. Deshalb hat unser Experte eine Liste mit den wichtigsten Punkten für Schnittstellen, wie Dach-, Fensteranschlüsse, WDVS, Haustechnik … erstellt. Denn nur so kann energieeffizientes Bauen gelingen!

Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien
Beim Nachweis eines KfW-Effizienzhauses ist es erlaubt, den Strom aus erneuerbaren Energien gem. § 5 EnEV anzurechnen. Der Strom muss in unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zum Gebäude erzeugt und vorrangig im Gebäude selbst genutzt werden. Doch allein diese Voraussetzungen reichen für eine Anrechenbarkeit nicht aus. Deshalb erklärt unsere Expertin genau worauf geachtet werden muss, damit Strom aus erneuerbaren Energien berücksichtigt werden darf. So kann ein korrekter KfW-Nachweis erstellt werden!

Weitere Themen aus den Inhalten:

  • Ökodesign-Richtlinie / Eu-Label für Neugeräte
  • Neues Kontrolldateischema für die elektronische Stichprobenkontrolle von Energieausweisen …
  • Ist ein Makler verpflichtet, Energiekennwerte in Immobilienanzeigen anzugeben?

Inhaltskurzübersicht

Die aktuelle EnEV 

  • Praxisbezogene Auslegung der EnEV 
    • Einführung von Energieeffizienzklassen
    • Anforderungen an Wohn- und Nichtwohngebäude
    • Anforderungen an bestehende Gebäude
    • Außerbetriebnahme elektrischer Speicherheizsysteme
    • Außerbetriebnahme von Heizungen (neue Fristen)
    • Pflichtangaben in Immobilienanzeigen
    • Ausstellungsberechtigung für Energieausweise
    • Einführung von Registriernummern
    • Stichprobenkontrollen
    • Inkrafttreten, Übergangsvorschriften, Verschärfungen
  • Wichtige nationale Gesetze zur EnEV (z.B. EnEG)
  • Europäische Vorgaben
  • Auslegung technischer FAQs der KfW
  • Auslegung des DIBt zur EnEV

Rechnerischer Nachweis

  • Zonierung von Gebäuden
  • Wärmebrückendefinition und –berechnung
  • Gleichwertigkeitsbetrachtung
  • Rechenbeispiele zu Energieausweisen für Wohn- und Nichtwohngebäude …

Entwurf und Konstruktion

  • EnEV-Haus / Passivhaus / KfW-Effizienzhaus
  • Wärmeschutz und Dämmstoffe (WDVS, Innendämmung)
  • Luftdichtheit
  • Bauteilkomponenten (Dämmung oberster Geschossdecken und Kellerdecken in Holzbauweise)
  • Anforderung an Fenster …

Haustechnik

  • Planungs- und Ausführungsgrundlagen der Haustechnik
  • Energetische Bewertung von Anlagensystemen
  • Nutzung erneuerbarer Energien (Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, …)
  • Gebäudeheizung
  • Raumlufttechnik (Normen zur Wohnungslüftung, …)

Energieberatung

  • Der Energieausweis
  • Energieeffizienz-Experten
  • Bewertung des Ist-Zustandes und Datenaufnahme
  • Sicherung der Honorarzahlungen
  • Gütesiegel Nachhaltiges Bauen …

Gesetze und Verordnungen

  • Verordnungstext EnEV 2014
  • Bekanntmachungen zur Datenaufnahme und –verwendung

Hier können Sie kostenlos Informationen zum Werk einsehen:

Auslegung zu § 7 EnEV „Mindestwärmeschutz, Wärmebrücken“

Auslegung zu § 7 (2) und (3)

Je weniger Wärmebrücken Einfluss auf die Konstruktion nehmen, desto behaglichere Temperaturen weisen die Innenoberflächen von Außenbauteilen auf. Zudem gewinnen bei verbessertem Wärmeschutz Wärmebrücken immer mehr an Bedeutung. Waren die Wärmebrückenzuschläge in der EnEV 2007 noch beschrieben, finden sich seit Einführung der EnEV 2009 diese Verweise nur indirekt über Normenbezüge in der Verordnung.

Die EnEV 2014/2016 stellt, wie auch bereits die EnEV 2009, bei Wohn- und Nichtwohngebäuden mehrere Methoden zur Einbeziehung von Wärmebrücken zur Verfügung. Dies kann durch einen pauschalen Wärmebrückenzuschlag nach den Regelausführungen der DIN 4108 Bbl. 2 erfolgen, oder die vorhandenen Wärmebrücken werden detailliert erfasst.

Bei Wohn- oder Nichtwohngebäuden darf bei Anwendung der Planungsbeispiele nach DIN 4108 Bbl. 2:2006-03 „Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Wärmebrücken – Planungs- und Ausführungsbeispiele“ wie bisher ein Wärmebrückenzuschlag von ΔUWB = 0,05 W/(m2K) im rechnerischen Nachweis angesetzt werden.

Bei abweichenden technischen Lösungen für Wärmebrücken nach DIN 4108 Bbl. 2 ist die bisherige Methodik der EnEV 2009 zum Nachweis der Gleichwertigkeit der Bauteilanschlüsse weiterhin zulässig.

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Auf den Gleichwertigkeitsnachweis darf verzichtet werden, wenn die angrenzenden Bauteile kleinere Wärmedurchgangskoeffizienten aufweisen, als in den Musterlösungen der DIN 4108 Bbl. 2: 2006-03 zugrunde gelegt sind.

Der detaillierte Einzelnachweis von Wärmebrücken belohnt i. d. R. mit Wärmegutschriften (negative Wärmebrücken). Es können Wärmebrückenkataloge benutzt oder eigene Berechnungen unter Berücksichtigung mehrdimensionaler Energieströme zugrunde gelegt werden.

Unklar bleibt in der EnEV 2014/2016 (wie auch in der EnEV 2009), ob für modernisierte Bestandsgebäude mit vorhandenen nicht zugänglichen Wärmebrücken die Anwendung der Planungsbeispiele nach DIN 4108 Bbl. 2 (ΔUWB = 0,05 W/(m2K)) zulässig ist. Dies kann z. B. eine fehlende Dämmung unterhalb von Gründungsbauteilen sein. Es darf vermutet werden, dass nur bei vollständiger Modernisierung aller Wärmebrücken nach dem Beiblatt 2 der DIN 4108 ein Wärmebrückenzuschlag von ΔUWB = 0,05 W/(m2K) angewendet werden darf.

Handelt es sich um Berechnungen zu wohnwirtschaftlichen Förderprogrammen der KfW, finden sich im Abschnitt 4 der „Liste der Technischen FAQs“ weitere Hilfestellungen zur Behandlung von Wärmebrücken. Die Methodik der KfW dient nur zum Nachweis von Förderprogrammen und ist nicht dafür geeignet, die Regelungen der KfW auf die Nachweisführung der EnEV anzuwenden.

Registrierung von Energieausweisen

In der EnEV 2014 wurde § 26c gänzlich neu eingeführt. Danach müssen Energieausweise nach § 17, also Bedarfs- und Verbrauchsausweise für Wohn- und Nichtwohngebäude, mit einer Registriernummer versehen sein. Diese Registriernummer ist auf allen Seiten (mit Ausnahme der Erläuterungen) des Ausweises in der rechten oberen Ecke sichtbar.

Mithilfe der Registriernummer ist der ausgestellte Ausweis eindeutig dem Gebäude und dem Aussteller zuzuordnen. Aus § 26c geht hervor, dass bei der Registrierstelle die Nummer zu beantragen ist. Hierzu sind folgende Angaben nötig:

• Name und Anschrift der antragstellenden Person,

• das Bundesland und die Postleitzahl des Gebäudes,

• das Ausstellungsdatum des Ausweises,

• die Art des Ausweises (also Bedarfs- oder Verbrauchsausweis) und

• die Art des Gebäudes (also Wohn- oder Nichtwohngebäude).

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Die Registrierung der Energieausweise durch Registriernummern wurde hauptsächlich deshalb eingeführt, um die Stichprobenkontrollen der Ausweise zu verwalten. Nach § 26d der EnEV sind Stichprobenkontrollen der Energieausweise vorgesehen. Die Stichprobenkontrollen sind in drei Stufen vorgesehen.

Stufe 1: Diese ist eine rein elektronische Validitätsprüfung der eingegebenen Daten und der daraus resultierenden Ergebnisse (evtl. vergleichbar mit dem Prüftool der KfW). Hierfür können vom DIBt die xml-Dateien des Ausweises angefordert werden. Diese Aufgabe wird ebenfalls vorerst das DIBt übernehmen.

Stufe 2: Prüfung der Eingabedaten und der Ergebnisse sowie der Modernisierungsempfehlungen. Diese Aufgabe wird nicht mehr rein elektronisch erfolgen.

Stufe 3: Vollständige Prüfung der Eingabedaten und der Ergebnisse sowie der Modernisierungsempfehlungen und evtl. sogar eine Inaugenscheinnahme des Gebäudes.

Die Kontrollen der Stufen 2 und 3 werden von den Landesbehörden durchgeführt. Diese legen auch fest, welche Unterlagen vorzulegen sind. Ein Ausweis muss nicht automatisch alle Kontrollstufen durchlaufen.

Verzeichnisse:

Weitere Leseproben:

Dieses Handbuch ist genau das Richtige für:

Architekten und Ingenieure, Heizung-, Lüftung-, Sanitärinstallateure, Energieberater, Bausachverständige, Bauunternehmer, Bauträger, Bauhandwerker, Facility Manager, Bauherren

HERAUSGEBER:
Prof. Dr. Werner Friedl

Prof. Dr. Werner Friedl lehrt Baukonstruktion an der Hochschule Darmstadt. Der Architekt ist verantwortlicher Sachverständiger nach ZVEnEV, BAFA-„Vor-Ort-Berater“, eingetragen als Energieeffizienz-Experte und DENA-Energieberater. Zugleich ist Friedl zertifizierter Passivhausplaner und Brandschutzexperte, sowie Autor und Referent an verschiedenen Einrichtungen.
Seine Architekturbüros befinden sich in Adelzhausen (Bayern) und in Darmstadt (Hessen). Die Spezialisierung auf die energieoptimierte Bauweise im Neu- und Altbaubereich bzw. für Wohn- und Nichtwohngebäude erfolgte bereits Ende der 1990er Jahre.

Im Jahr 2006 erhielt er den Umweltpreis des Landkreises Aichach-Friedberg und 2009 den Zukunftspreis des Stadt Augsburg über realisierte Passivhäuser.
Web: www.architekt-friedl.de


 Prof. Dr. Werner Friedl

AUTOREN:
Martin Blaschke

Büro für energetische Gebäudeoptimierung und Bauphysik

Michael Giglmaier
Energieberater

Dipl.-Ing. (FH) Petra Goschenhofer
Energieberaterin, Sachverständige für die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW), Planung von Heizung, Lüftung, Sanitär, Klimatechnik

Prof. Dr.-Ing. Thomas Hartmann
Geschäftsführer am ITG - Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden Forschung und Anwendung GmbH

Architekt MSc. Ing. Arch. Dr. Holger Hasenritter
Architekt, Energieberater, Sachverständiger nach ZVEnEV, zertifizierter Passivhausplaner, Architekturbüro Hasenritter Architekten

Thomas Jenohr
Architekt, Energieberater und Sachverständiger nach ZVEnEV, Architekturbüro Jenohr

Dipl.-Ing. Christine Knaus
ITG - Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden Forschung und Anwendung GmbH

Dominik Krause
Rechtsanwalt

Dipl.-Ing. Stefanie Leitenstern
Architektin und Sachverständige nach ZVEnEV

Dipl. Ing. Eberhard Paul
Ingenieurbüro Paul

Dr.-Ing. Martin Schäfers
Leiter der Abteilung Bauanwendung und Bauphysik im Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V. 

Helmut Schindler
AEREX Haustechniksysteme

Oliver Vogt
Rechtsanwalt

Thomas Wahlbuhl
Planungsbüro PBW für Gebäudetechnik

Prof. Friedmann Zeitler
Dipl.-Ing. Architekt und Energieberater, Lehrgebiet "Energetische Bewertung und Optimierung von Gebäuden" an der Hochschule Coburg

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11.11.2015

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