Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Rückgang der tödlichen Arbeitsunfälle: Im ersten Halbjahr 2018 zeichnet sich ein positiver Trend ab

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Die aktuellen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen zu den meldepflichtigen Arbeitsunfällen untermauern die langfristig positive Entwicklung im Bereich der Arbeits- und Wegeunfälle in Deutschland. Häufiger angezeigt, wurde dagegen der Verdacht auf eine Berufskrankheit.

17 tödliche Arbeitsunfälle weniger als im ersten Halbjahr 2017 

Insgesamt 206 Beschäftigte sind im ersten Halbjahr 2018 aufgrund eines tödlichen Arbeitsunfalls verstorben – das sind 17 weniger als im ersten Halbjahr 2017. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hervor. Auch bei den meldepflichtigen Wegeunfällen verzeichnen die Unfallkassen einen leichten Rückgang: Im ersten Halbjahr 2018 wurden 96.603 Wegeunfälle gemeldet, 312 weniger als noch im Vorjahr. Dagegen stieg die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle um 2,0 % auf 441.295. 


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Positiver Trend bei den Unfallzahlen  

Was die Unfallzahlen betrifft, gibt es in Deutschland seit zwei Jahrzehnten einen positiven Trend: Die tödlichen Arbeits- und Wegeunfälle sind um insgesamt 63 % zurückgegangen – die tödlichen Arbeitsunfälle alleine um 60 %. Im internationalen Vergleich ist Deutschland eines von nur vier Ländern, das nachhaltig über mehrere Jahre das Niveau auf einen tödlichen Arbeitsunfall pro 100.000 Beschäftigte reduziert hat.  

Auch wenn Deutschland so gesehen gut dasteht, kann die Situation laut DGUV-Hauptgeschäftsführer, Joachim Breuer, nicht zufriedenstellend sein: „Jeder einzelne Unfall ist einer zu viel.“ Viele Arbeitsunfälle sind auf Unachtsamkeit oder fahrlässiges Verhalten der Mitarbeiter zurückzuführen. Um diese ausreichend für die Gefahren am Arbeitsplatz zu sensibilisieren und damit die Zahl der Arbeitsunfälle zu reduzieren, müssen sie regelmäßig unterwiesen werden. Alle Anforderungen an die Sicherheitsunterweisung erfüllen Arbeitgeber mit der Software „Unterweisung direkt“.

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In diesen Bereichen passieren die meisten Arbeitsunfälle

Die Untersuchungen der gesetzlichen Unfallversicherung haben ergeben, dass fast die Hälfte der schweren Arbeitsunfälle in den folgenden Bereichen passiert sind: 

  • Straßenverkehr
  • durch Fahrzeuge auf dem Betriebsgelände 
  • Abstürze 
  • Unfälle durch Kräne und pendelnde Lasten 
  • Maschinenunfälle  

Verdacht auf eine Berufskrankheit wurde häufiger angezeigt  

Neben den Arbeitsunfällen gingen bei den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherern mehr Verdachtsanzeigen auf eine Berufskrankheit ein – insgesamt 40.024. Das ist eine Zunahme von 4 %. Besonders oft wurden Fälle von hellem Hautkrebs und Lärmschwerhörigkeit angezeigt. (juse) 

Quelle: DGUV

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