Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Die Norm für Brandmeldeanlagen DIN VDE 0833 ist in vier Teile gegliedert. Im vergangenen Jahr wurde der zweite Teil der Norm, der als Anleitung für Planer, Errichter und Betreiber von Brandmeldeanlagen dient, überarbeitet und ist im Oktober 2017 in Kraft getreten. Das sind die Inhalte.

Grundlagenwerk für Planen, Errichten, Ändern und Betreiben von Brandmeldeanlagen  

Die überarbeitete Norm DIN VDE 0833-2:2017-10 „Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall - Teil 2: Festlegungen für Brandmeldeanlagen“ für das Planen, Errichten, Erweitern, Ändern und Betreiben von Brandmeldeanlagen ersetzt die Normen DIN VDE 0833-2 Berichtigung 1:2010-05 und DIN VDE 0833-2:2009-06

Zusammen mit der DIN VDE 0833-1 „Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall - Teil 1: Allgemeine Festlegungen“ und der DIN 14675:2012-04 „Brandmeldeanlagen – Aufbau und Betrieb“ ist die überarbeitete Norm als maßgebliches Grundlagenwerk für das Planen, Errichten, Ändern und Betreiben von Brandmeldeanlagen zu verstehen. 

Neue VDE 0833-2 für Brandmeldeanlagen: die Inhalte

Neben redaktionellen Änderungen – soweit vorhanden wurden die Begriffe den Normen der Reihe DIN EN 54 angepasst – wurden Anpassungen an technische Anforderungen hinzugefügt. Zudem wurden die Darstellung und die Anforderungen zur Überwachung von Räumen und Raumbereichen ergänzt und verbessert. 

Inhalte der überarbeiteten Norm DIN VDE 0833-2

  • Die Bestandteile einer Brandmeldeanlage müssen der Normenreihe DIN EN 54 entsprechen. Gleichzeitig müssen weiterführende Hersteller angaben beachtet werden. 
  • In der überarbeiteten Norm werden Anforderungen an die Ansteuerung von Brandmeldeanlagen aufgezeigt. 
  • Die Planung, Projektierung, Installation und Inbetriebnahme einer Brandmeldeanlage muss zwingend eine Elektrofachkraft vornehmen. Es müssen Festlegungen zu den folgenden Punkten vorgenommen werden: 
    • Alarmorganisation
    • Überwachungsumfang und Ausnahmen der Überwachung
    • Meldebereiche und Meldegruppen
    • Auswahl der Brandmelder in Abhängigkeit zur Brandentwicklung, Raumhöhe, Umgebungstemperatur, Luftbewegung, Luftfeuchte, Erschütterungen, Rauch, Staub und ähnlichen Aerosolen, Lichteinwirkung, radioaktive Strahlung und Energieversorgung 

In der Norm nicht enthalten sind Festlegungen für das Zusammenwirken von Brandmeldeanlagen mit anderen Anlagen, die keine brandschutztechnische Funktion haben. Gefahrenwarnanlagen nach DIN VDE V 0826-1, sowie vernetzte und unvernetzte Rauchwarnmelder nach DIN EN 14604 werden ebenfalls nicht von dieser Norm erfasst. 

Weitere Rechtsvorschriften zum Brandschutz 

Weitere Informationen zu Planung, Projektierung, Einbau, Inbetriebsetzen, Abnahmeprüfung und Betrieb von Brandmeldeanlagen hält das „Sicherheitshandbuch Brandschutz“ für Planer, Errichter und Betreiber bereit. 

Das praxisorientierte Werk unterstützt mit Hilfestellungen, Leitfäden und Vorlagen insbesondere Brandschutzverantwortliche, die zahlreiche weitere Gesetze, Verordnungen und Richtlinien kennen und bei Ihrer täglichen Arbeit anwenden müssen. 

Quelle: „Sicherheitshandbuch Brandschutz“

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