Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Hygieneampel kommt in Nordrhein-Westfalen

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Am 15.02.2017 hat der Landtag in Nordrhein-Westfalen die Hygieneampel beschlossen. Betroffen sind alle Betriebe, die Lebensmittel herstellen oder in Verkehr bringen, also nicht nur Restaurants und Bäckereien sondern auch Firmen ohne direkten Kundenkontakt (z. B. Hersteller). Mit einer Übergangsfrist von drei Jahren sollen die Ampeln bei den Betrieben verpflichtend eingeführt werden.

Vorab wurde die Hygieneampel in einem Pilotversuch positiv getestet: Schon nach kurzer Zeit zeigten sich Verbesserungen in den Betrieben. Da keine Regelung auf Bundesebene stattfand, entschloss sich Nordrhein-Westfalen ein Transparenzsystem auf Landesebene zu entwickeln.

Transparenz für Verbraucher

Ziel der Hygieneampel ist es, Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, sich über die Betriebshygiene in Gaststätten und Restaurants zu informieren. An den Eingangstüren zu Lokalen kann dann abgelesen werden, wie die Betriebe bei der letzten Kontrolle abgeschnitten haben. Betriebe ohne direkten Kundenkontakt, wie herstellende oder weiterverarbeitende Lebensmittelbetriebe, müssen die Ergebnisse auf ihrer Internetseite veröffentlichen.

Aufbau der Hygieneampel

Die Hygieneampel ist ein einfaches Balkendiagramm, das in einen grünen, einen gelben und einen roten Abschnitt unterteilt ist und so wiederspiegelt, ob die Anforderungen voll, teilweise oder unzureichend erfüllt wurden. Mit einem Pfeil wird kenntlich gemacht, wie der Betrieb bei der letzten Kontrolle bewertet wurde. Zusätzlich werden die Ergebnisse der letzten drei Kontrollen auf der Hygieneampel festgehalten.

Keine großen Änderungen bei den Kontrollen

Änderungen bei den Kontrollen gibt es allerdings nicht. Denn Lebensmittelbetriebe werden bereits durch die Lebensmittelüberwachung der Kommunen überprüft. Mit Hilfe eines Punktesystems werden die Ergebnisse dieser Kontrollen dann in das Ampelsystem übertragen. Dadurch sind die Ergebnisse der Kontrollen nun auch für Verbraucher sichtbar.

Keine Bundesregelung in Sicht

Auf der Verbraucherschutzministerkonferenz 2011 wurde die Bundesregierung darum gebeten, die rechtlichen Grundlagen für ein Transparenzsystem zu schaffen. Allerdings blockiert das Bundeslandwirtschaftsministerium seither die Umsetzung dieser Beschlüsse.

Quelle: www.hygiene-netzwerk.de

 

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