Bau & Immobilien

Pflegeaufwand für Ansaatmischungen

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Ansaaten gewinnen im öffentlichen Grün als Alternative zu Wechselflorpflanzungen und Rasenflächen oder zur Böschungssicherung immer mehr an Bedeutung. Der Zeitaufwand für die Pflege und die Kosten variieren je nach Flächengröße und -zuschnitt, Bodenzustand und Art der verwendeten Maschinen.

Nicht zuletzt ist auch der ästhetische Anspruch an die jeweilige Fläche entscheidend.

Vergleichende Zahlen aus der langjährigen Bewirtschaftung von ein- bis fünfmal gemähten Wiesen (heimische Arten mit Gräsern) gegenüber sechs- bis zwanzigmal gemähtem Rasen liegen vom Gartenamt Karlsruhe vor*. Die Mähgutkosten von ein- und dreimal gemähten Wiesen waren mit 0,12 bzw. 0,14 €/m² am günstigsten. Zwei- und fünfmal gemähte Wiesen kosten mit 0,23 bzw. 0,24 €/m² genauso viel wie sechsmal gemähte Rasenflächen. Kurz geschnittene Rasenflächen sind bei zehnmali-ger Mahd mit 0,38 €/m² sowie bei zwanzigmaliger Mahd mit 0,77 €/m² am teuersten.

Vor zehn Jahren noch in der Versuchsphase, trifft man heute vielerorts in Städten und Gemeinden auf bunte Ansaaten aus einjährigen Blumenmischungen auf Kreisverkehren, Straßenrandstreifen, im Park oder auf Gartenschauen. Richtig angelegt und gepflegt beeindrucken sie mit einer Blütenfülle vom Frühsommer bis in den späten Herbst. Sommerblumen werden aufgrund ihrer kräftigen und anhaltenden Blütenpracht besonders an repräsentativen Stellen sehr geschätzt und gerne verwendet. Die Zusammensetzung der Mischungen besteht überwiegend aus nicht heimischen, plakativ wirkenden und bei uns nicht ausdauernden einjährigen Pflanzenarten. Die Stadt Mössingen investiert in einjährige Blumenmischungen mit 0,16 bis 0,23 €/m²/Jahr deutlich weniger als in schmale Streifen im Verkehrsgrün mit Alleebäumen, die sechsmal gemäht wurden (0,67 €/m²)**.

* Quelle: Helmut, K. (2015): Flächenbegrünungen wirtschaftlich betrachtet. Vortragsmanuskript Veitshöchheimer GaLaBau-Herbst 6.10.2015

** Quelle: Untersuchung bestätigt Konzept der Blumenstadt. Amtsblatt der Stadt Mössingen, 25. Februar 2005.

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