Bau & Immobilien

Seit Juli 2016 gelten neue Regeln für den Schallschutz

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Im Juli 2016 sind mehrere Teile der DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau – Wohnungen – Beurteilung und Vorschläge für erhöhten Schallschutz“ erschienen, die bisher lediglich als Entwurf aus dem Jahr 2013 vorlagen.

Mit Veröffentlichung im Juli 2016 gelten für den Schallschutz im Hochbau nunmehr die Bauteilkataloge und Rechenverfahren der Teile:

  • 1 "Mindestanforderungen",
  • 2 "Rechnerische Nachweise der Erfüllung der Anforderungen" und
  • 4 "Bauakustische Prüfungen".

Die Schallschutzanforderungen für den mehrgeschossigen Wohnungsbau bleiben mit den neuen Normen nahezu gleich. In Teilbereichen, z. B. für die Trittschalldämmung, wurden die Werte leicht angehoben. Eine Verbesserung sollen dagegen ein neues Rechenverfahren und die Bauteilkataloge der Teile 31 bis 36 erwirken. Letztere enthalten neben einem Rahmendokument aktualisierte Daten für die rechnerischen Nachweise des Schallschutzes für

  • Massivbau,
  • Holz-, Leicht- und Trockenbau,
  • Vorsatzkonstruktionen vor massiven Bauteilen,
  • Elemente, Fenster, Türen, Vorhangfassaden,
  • gebäudetechnische Anlagen.

Damit sollen Schwachstellen der Schallübertragung frühzeitiger erkennbar sein.

Der Verbraucherrat des DIN kritisiert, dass die DIN 4109-1 weiterhin lediglich Mindestanforderungen enthält, die gesundheitliche Beeinträchtigungen verhindern sollen. Für ein höheres Schallschutzniveau verweist er auf die VDI 4100 „Schallschutz im Hochbau – Wohnungen – Beurteilung und Vorschläge für erhöhten Schallschutz“.

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