Bildung, Erziehung und Soziales

Die Digitalisierung macht auch vor Bildungseinrichtungen nicht Halt. Längst werden Kinder, ja sogar Kitakinder, im Umgang mit Tablets geschult, Lehrer und Schülerinnen und Schüler kommunizieren über soziale Netzwerke miteinander und Daten werden über Clouddienste ausgetauscht. Das Thema Datenschutz muss hierbei großgeschrieben werden. Deshalb sollte das Personal über die neuen Datenschutzregelungen informiert sein.

Datenschutz wird mit dem Einzug der Digitalisierung in den Schulen immer wichtiger

In den Niederlanden arbeiten rund ein Fünftel der Schulen bereits digital. In Deutschland sind solche sog. „Tablet-Schulen“ eher die Ausnahme – noch. Denn die Digitalisierung schreitet auch im Klassenzimmer rasant voran. Eine der wichtigsten Aufgaben, die in diesem Zusammenhang auf Leiterinnen und Leiter von Bildungseinrichtungen zukommt, ist die Klärung der Frage nach der Didaktik im digitalen Unterricht.

Seit einiger Zeit werden heftige Diskussionen darüber geführt, wie Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler beim Lernen mit den neuen Medien unterstützen können. Und nicht zuletzt sollten Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisieren können, welche Auswirkungen es für sie und für andere haben kann, wenn der Datenschutz zu lasch genommen wird. 

In diese Diskussion drängt sich in diesem Jahr ein weiterer Aspekt hinein, der für die Integration der neuen Medien in den Schul- oder Kitaalltag entscheidend ist: der Datenschutz. Es reicht längst nicht mehr aus, wenn die Leitung einer Bildungseinrichtung Bescheid weiß. Auch Lehrerinnen und Lehrer, ja sogar Schülerinnen und Schüler sollten einen Zugang zu den neuen Datenschutzregelungen erhalten, die ab dem 25. Mai 2018 in Form des neu gefassten Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) anzuwenden sind. 

Wann müssen Lehrkräfte den Datenschutz beachten? 

Nicht nur das Sekretariat, das regelmäßig Schülerdaten erhebt und verwaltet, kommt in Kontakt mit personenbezogenen Daten. Auch Lehrkräfte müssen wissen, dass sie schülerbezogene Informationen nicht unbedacht auf ihrem privaten Computer abspeichern dürfen, wie sie mit Bildern von Schülern zu verfahren haben oder was sie bei der Kommunikation mit den Eltern per E-Mail beachten müssen.   

Um die Lehrkräfte über die neuen national geltenden Gesetze zu informieren, können Leitungen von Bildungseinrichtungen das reformierte Bundesdatenschutzgesetz zusammen mit anderen wichtigen oder aushangpflichtigen Gesetzen aushängen. Im Buch „Aushangpflichtige Gesetze und weitere wichtige Vorschriften für Bildungseinrichtungen sind alle für Bildungseinrichtungen relevanten Gesetze, Verordnungen und Vorschriften gesammelt. Weitergehende Informationen über die neuen Datenschutzbestimmungen finden Sie im „Sicherheitshandbuch für Bildungseinrichtungen“. (juse)

Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung, Forum Verlag Herkert GmbH 

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