Bildung, Erziehung und Soziales

Infektionsschutz in der Kita – Mit diesen 7 Tipps vermeiden Sie eine Übertragung von Infektionen

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In Kitas, Kindergärten und Schulen kommen viele Menschen auf engem Raum zusammen. Infektionskrankheiten können sich hier besonders leicht ausbreiten. Umso wichtiger ist es, bei Betreuern und Kindern ein hygienebewusstes Verhalten zu fördern. Mit diesem 7-Punkte-Plan reduzieren Kita-Leiter eine Ausbreitung von Infektionen.

Infektionsschutz: Wie Sie Infektionen in der Kita vermeiden

Gerade in der Kita verbreiten sich Infektionen rasend schnell, weil Betreuer und Kinder in einem noch engeren Kontakt miteinander stehen, als es zum Beispiel in der Schule der Fall ist. Um die Gruppe vor Infektionskrankheiten wie der Influenza oder Magen-Darm-Infektionen schützen zu können, müssen präventive Maßnahmen getroffen werden. Das schreibt auch das Infektionsschutzgesetz (IfSG) vor. Die folgenden sieben Punkte sollen eine Orientierung geben, wie eine Übertragung von Infektionen vermieden werden kann:  

  1. Die Kita-Leitung muss alle zwei Jahre die Mitarbeiter gemäß § 35 Infektionsschutzgesetz (IfSG) unterweisen.
  2. Es muss ein Hygieneplan erstellt werden, der Maßnahmen zur Hygiene und ggf. Desinfektion enthält. 
  3. Wasch- und Toilettenräume müssen mit Einmalhandschuhen (möglichst puderfrei), Seifenspendern und Händedesinfektionsmitteln ausgestattet sein. 
  4. Offene Wunden dürfen ausschließlich mit Handschuhen behandelt werden.
  5. Wenn Erzieherinnen oder Erzieher Kinder waschen oder ihre Windeln wechseln, müssen Einmalhandschuhe getragen werden. Die Hände müssen danach zusätzlich desinfiziert werden. 
  6. Allen Mitarbeitern müssen entsprechende Pflegemittel zur Haut- und Händedesinfektion zur Verfügung stehen. 
  7. Die größte "Gefahrenquelle" bleiben jedoch die Kleinen selbst. Erzieherinnen und Erzieher sollten den Kindern deshalb ein hygienebewusstes Verhalten beibringen, wie das richtige Händewaschen und Niesen. 

Infektionswege: So werden Infektionen übertragen  

Nur wenn Erzieherinnen und Erzieher, aber auch die Kinder wissen, wie Infektionen übertragen werden, können sie sich entsprechend schützen. Folgende Übertragungsmöglichkeiten gelten für Bakterien, Viren und Pilze: 

  • direkter Kontakt mit verunreinigten Gegenständen (Schmierinfektion)
  • Aufnahme von keimbehafteten Speisen oder Getränken
  • die Luft (Tröpfchen) 
  • Kontakt von Mensch zu Mensch (Händedruck, Umarmung)
  • Kontakt zu Tieren (Zoonosen)
  • Vektoren (z. B. Insekten) 

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Für die Hygiene relevante Bereiche in der Kita 

Bevor die Kita-Leitung Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionsübertragungen treffen kann, muss der Ist-Zustand analysiert werden. In Kindertagesstätten sollten hygienische Bedingungen in folgenden Bereichen unter die Lupe genommen werden: 

  • Gruppen- und Spielräume wie Kuschelecken und Krabbelbereiche
  • Ruhe- und Schlafräume  
  • Küche/Essenszubereitung/Essensausgabe 
  • Garderoben 
  • Sanitärräume 
  • Turn- und Gymnastikräume 
  • Putzmittelräume/Reinigungsutensilien 

Auch solch hygienerelevanten Themen wie Tierhaltung, Erste-Hilfe oder Umgang mit Spielsachen sollten bei der Analyse besondere Beachtung finden. 

Kita-Leiter sind für den Infektionsschutz in der Kita zuständig 

Als Leiter einer Kindertagesstätte oder einer anderen Bildungseinrichtung sind Sie gemäß IfSG für die Sicherung der Hygiene in Ihrer Einrichtung verantwortlich – dazu gehört auch eine kindgerechte Hygiene- und Gesundheitserziehung. Projektarbeit und Gruppenprophylaxe sind geeignete Instrumente, um Kindern eine gesunde Lebensweise beizubringen.

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Quelle: "Hygienemanagement in Bildungseinrichtungen"

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