Warum jede Schule ein Konfliktmanagement braucht

Bildung, Erziehung und Soziales

Um einen regulären Schulalltag gewährleisten sowie effiziente Abläufe und eine gute Schulqualität sichern zu können, müssen Schulleiterinnen und Schulleiter bedacht mit aufflammenden Konflikten umgehen. Im besten Fall wird ein Konfliktmanagement etabliert.

Konflikten an Schulen mit Konfliktmanagement begegnen

Fast täglich werden Schulleiterinnen und Schulleiter mit Konfliktsituationen konfrontiert, denn sie gehören einfach zum Schulalltag dazu. Wichtig ist nur, dass diese Konflikte nicht unter den Tisch gekehrt, sondern angegangen werden. Denn Konflikte können Hinweise auf Probleme und Schwierigkeiten liefern und aufzeigen, wo Veränderungen nötig sind. 

Hingegen können nicht oder nur unzureichend bearbeitete Konflikte die Qualität der schulischen Arbeit und das Klima in der Schule nachhaltig negativ beeinflussen. Sie können zudem unnötige Kosten verursachen, sollte die anhaltend schlechte Stimmung zwischen den Kollegen vermehrt zu krankheitsbedingten Ausfällen führen. 

Konflikte in der Schule sind jedoch nicht leicht zu händeln, weil sie sehr ambivalent sind: Sie können nicht nur zwischen einzelnen Personen, sondern auch zwischen Gruppen oder Institutionen auftreten und auf verschiedenen Ebenen ausgetragen werden. Gelangt ein Konflikt auf die Ebene der Schulleitung, muss diese unbedingt wissen, wie sie damit umgeht. 

Die wichtigsten Methoden des Konfliktmanagements

In diesem Kontext werden unter Konfliktmanagement alle Maßnahmen verstanden, die getroffen werden, um

  • die Entstehung eines Konflikts zu vermeiden. Dazu gehören Strukturen zur Konfliktprävention und Konfliktbearbeitung.
  • die Eskalation eines Konflikts zu verhindern.
  • der Ausbreitung eines Konflikts entgegenzuwirken. 

Als Methoden des Konfliktmanagements werden insbesondere das Konfliktgespräch, die Mediation und die strategische Konfliktbehandlung betrachtet. 

Bevor es an die Lösung eines Konflikts gehen kann, muss die Schulleitung vorab klären, auf welcher Ebene sich der Konflikt abspielt: der rationalen, der emotionalen oder der sozialen. Denn Streitigkeiten, die auf unterschiedlichen Interessen oder Zielen beruhen, lassen sich anders und einfacher lösen, als Konflikte, denen verletzte Emotionen oder gestörte Beziehungen zugrunde liegen. 

Nur mit dem Wissen über die unterschiedlichen Ursachen für Konflikte (Konfliktanalyse) sowie die unterschiedlichen Konfliktarten können zielführende Lösungsansätze herausgearbeitet werden. Dieses Wissen vermittelt ausführlich der Praxisratgeber „Dienstliche Beurteilungen und Leistungsberichte in der Schule schnell und sicher erstellen“. Dort finden Schulleiterinnen und Schulleiter hilfreiche Leitfäden zu Konfliktgesprächen sowie weiterführende Informationen zur Mediation und Konfliktbehandlung. 

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Maßgeblich für ein zielgerichtetes Handeln bei Konflikten ist es, den Umgang mit Konflikten nicht zufälligen Handlungen zu überlassen, sondern ein Konfliktmanagement auszuarbeiten. Dieses ermöglicht auch unter Zeitdruck und emotionaler Betroffenheit reflektierte Konfliktlösungsstrategien

Das Personalmanagement ist Teil des Konfliktmanagements 

Es ist nicht nötig, dass eine Schulleiterin oder ein Schulleiter über jeden Konflikt in der Schule informiert ist oder ihn persönlich löst. Es ist aber Aufgabe der Schulleitung sicherzustellen, dass mit dem Kollegium verbindliche Verhaltensmaßnahmen für den Fall eines Konflikts vereinbart und diese bei allen schulischen Partnern (Eltern, Schülern Schulträgern etc.) etabliert werden. 

Auch sollten im Rahmen eines Personalmanagements verlässliche Strukturen und Verabredungen zur Konfliktlösung im Idealfall schriftlich bestehen. Diese sollten ein Regelwerk benennen, Ansprechpartner vermitteln und helfen, Konflikte zu vermeiden bzw. zur Deeskalation beizutragen. 

Quelle: „Dienstliche Beurteilungen und Leistungsberichte in der Schule schnell und sicher erstellen“

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