Bildung, Erziehung und Soziales

Obwohl sie ständig Noten vergeben, haben viele Lehrkräfte Schwierigkeiten damit, selbst im Rahmen einer dienstlichen Beurteilung bewertet zu werden. Hilfreich ist es, wenn sie wissen, worauf es bei der Bewertung ankommt. Schulleiterinnen und Schulleiter sollten deshalb folgende Grundsätze kennen und umsetzen.

Problematik der dienstlichen Beurteilung 

Schulleiterinnen und Schulleiter müssen bei der dienstlichen Beurteilung Fingerspitzengefühl beweisen: Sie müssen zum einen die enorme Energie, die Lehrerinnen und Lehrer täglich in die Unterrichtsvorbereitung, die unterrichtliche Erziehungsarbeit, Elterngespräche etc. investieren, würdigen. Zum anderen müssen sie objektiv urteilen, um die Leistung der Lehrkraft richtig einzuschätzen und so die Qualität des Unterrichts gewährleisten zu können. 

Für Lehrkräfte ist die dienstliche Beurteilung auch deshalb ein sensibles Thema, weil sie viel Gewicht für ihr berufliches Weiterkommen hat. Schulleiterinnen und Schulleiter sollten deshalb typische Fehler bei der Beurteilung von Lehrern vermeiden. Zudem ist es sehr wichtig, innerhalb eines Kollegiums Konsens darüber zu schaffen, was guter Unterricht eigentlich ist und mit welchen Kriterien er sich beobachten und messen lässt.  

Einen zuverlässigen Ratgeber für die Lehrerbewertung –  inklusive länderspezifischen Angaben – erhalten Schulleiterinnen und Schulleiter mit dem Werk Dienstliche Beurteilungen und Leistungsberichte in der Schule schnell und sicher erstellen“. Der Ratgeber hilft dabei, die Objektivität zu wahren, denn Lehrerbewertungen erfüllen ihren Zweck nur, wenn sie nach objektiven Gesichtspunkten erstellt werden. 

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Grundsätze der dienstlichen Beurteilung 

Schulleiterinnen und Schulleiter sind verpflichtet, den Unterricht zu besuchen und eine dienstliche Beurteilung zu erstellen. Dabei müssen sie sich an gewisse Grundsätze halten. Unumgänglich sind hier: 

  • Unparteilichkeit 
  • Objektivität und Unvoreingenommenheit 
  • Gleichstellung 

Als Hauptkriterien, die im Rahmen der dienstlichen Beurteilung zu bewerten sind, gelten: 

Eignung  Befähigung  Leistung 
Unter dem Punkt Eignung werden die persönlichen Eigenschaften der Lehrkraft bewertet. Darunter fallen z. B. das Urteilsvermögen, Einfühlungsvermögen, Führungsqualität usw.  Hier werden die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse der Lehrkraft erfasst, die für den Beruf wichtig sind. Neben Fachkenntnissen etc. dürfen unter diesem Stichpunkt die unterrichtlichen und erzieherischen Fähigkeiten nicht außer Acht gelassen werden.  Unter „Leistung“ bewertet die Schulleitung die Qualität der Arbeitsergebnisse. Dazu gehören Arbeitstempo, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit etc. 

Zweck der dienstlichen Beurteilung 

Die dienstliche Beurteilung erfüllt im Wesentlichen drei Aufgaben. Sie ist 

  • ein Instrument der Personalführung und der Qualitätssicherung des Unterrichts. 
  • eine wesentliche Grundlage der Auswahlentscheidungen über die dienstliche Verwendung und das berufliche Fortkommen der Lehrkräfte.
  • eine maßgebliche Grundlage für Entscheidungen über das leistungsabhängige Aufsteigen oder Verbleiben in den Grundgehaltsstufen

In erster Linie waren von der dienstlichen Beurteilung Lehrerinnen und Lehrer betroffen, die einen Beamtenstatus innehaben. Doch auch bei Lehrkräften im Angestelltenverhältnis ist dieses Recht nunmehr auch in den Tarifverträgen regelmäßig ausdrücklich verankert. (juse)

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Quelle: Dienstliche Beurteilungen und Leistungsberichte in der Schule schnell und sicher erstellen“

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