Bildung, Erziehung und Soziales

Mit dem Bewertungstool „SELFIE“ testen Schulen ihre digitale Kompetenz

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Digitalisierung ist das große Thema im modernen Schulbetrieb. Allerdings hinkt ein nicht unwesentlicher Teil der Bildungseinrichtungen in diesem Bereich hinterher. Um diese Schulen bei der Einführung von digitalen Technologien zu unterstützen, hat die Europäische Kommission das Bewertungstool SELFIE entwickelt.

Bewertungstool SELFIE: Was ist das? 

Das Bewertungstool SELFIE (Self-reflection on Effective Learning by Fostering the use of Innovative Educational Technologies, Deutsch: Selbsteinschätzung der Lerneffizienz durch Förderung des Einsatzes innovativer Bildungstechnologien) ist eine der Initiativen des Aktionsplans für digitale Bildung, den die Europäische Kommission Anfang 2018 vorgelegt hat. 

Schulen können sich auf freiwilliger Basis sowie kostenlos anmelden und mit SELFIE den eigenen Einsatz digitaler Technologien überprüfen. Das Bewertungstool soll Schulen außerdem dabei unterstützen, die Digitalisierung zielgerichtet in den Unterricht zu integrieren und so die digitale Kompetenz von Schülerinnen und Schülern, aber auch von Lehrkräften und der Schulleitung zu fördern.  

Die EU-Kommission erklärt das Bewertungstool in einem Video: 


Quelle: European Commission, YouTube

Wie funktioniert SELFIE? 

Als Bewertungstool dient SELFIE in erster Linie der Bewertung des IST-Zustandes in der jeweiligen Schule. Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften sowie der Schulleitung werden Fragen zum Einsatz von Technologien im Unterricht und zu den Lernzwecken gestellt: Welche Medien werden eingesetzt? Wie werden sie im Unterricht  verwendet? Etc.

Die Teilnehmer können aus vorgegebenen Antwortmöglichkeiten auswählen. Zudem muss die jeweilige Zielgruppe bis zu acht zielgruppenspezifischen Fragen beantworten, die auf die jeweiligen Bedürfnisse und Prioritäten zugeschnitten sind. Dieser Prozess dauert laut EU-Kommission zwischen 20 und 30 Minuten.

SELFIE-Bericht dient als Grundlage für Verbesserungsmaßnahmen 

Nach der Befragung der Beteiligten, erhält die Schule einen SELFIE-Bericht mit den Ergebnissen, anhand dessen die Schulleitung weitere Maßnahmen planen kann. Auch bei diesem Schritt will die EU die Schulen unterstützen und plant, Begleitunterlagen zur Ausweitung des Einsatzes digitaler Technologien zu erarbeiten. 

SELFIE und Datenschutz 

Die EU-Kommission versichert, dass alle Antworten der Befragten anonymisiert sind. Es werden also keine personenbezogenen Daten erhoben. Außerdem werde der SELFIE-Bericht nicht für das Ranking von Schulen oder Bildungssystemen verwendet.

Was Datenschutz an Schulen im Allgemeinen betrifft, birgt jede technologische Entwicklung auch Risiken. Damit Lehrkräfte und Schulleitung in Zeiten der Digitalisierung rechtssicher handeln, müssen sie die datenschutzrechtlichen Anforderungen kennen. Das „Datenschutz-Paket für Schulen“ enthält eine Zusammenstellung der wichtigsten Vorlagen, Informationen und Handlungsanleitungen, die an  Schulen für die Umsetzung des Datenschutzrechts benötigt werden. (juse)

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Quelle: Europäische Kommission 

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