Elektrosicherheit und Elektrotechnik

Der Hype um die solare Energie ist in den vergangenen Jahren spürbar abgeflacht. Lohnt sich Photovoltaik also überhaupt noch? Ja, sagt die Branchenvereinigung Solar Cluster Baden-Württemberg. Die Experten prognostizieren ein lukratives Jahr 2018 für Solaranlagen und raten zu einer möglichst groß dimensionierten Anlage.

Solaranlagen: Bis zu sechs Prozent Rendite sind möglich 

Die Branchenvereinigung Solar Cluster Baden-Württemberg erwartet ein lukratives Jahr 2018 für Solaranlagen. So würden Hauseigentümer von den gesunkenen Preisen für Solaranlagen und der stabilen Vergütung für den Strom, der in das Stromnetz eingespeist wird, profitieren. Denn während der Preis für handelsübliche Solaranlagen 2017 nochmals um drei bis fünf Prozent gesunken ist, ist die Vergütung für die Einspeisung ins Stromnetz mit 12,20 Cent pro Kilowattstunde stabil geblieben. 

Bis zu sechs Prozent Rendite pro Jahr verspricht die Branchenvereinigung und rät in einer Pressemitteilung zu größer dimensionierten Solaranlagen:

„Die Rendite ist im Vergleich zu kleinen Anlagen genauso hoch, mit der Größe der Anlage steigt jedoch der jährliche Überschuss in Euro und die Absicherung gegen steigende Strompreise.“

Solaranlagen lohnen sich mit und ohne Eigenverbrauch

Hauseigentümer mit einer Solaranlage müssen laut Solar Cluster ihren Strom nicht selbst verbrauchen, um Rendite bis zu vier Prozent pro Jahr erzielen zu können. Sie profitieren schließlich noch von der auf zwanzig Jahre staatlich garantierten Einspeisevergütung für nicht selbst genutzten Strom. 

Mit Eigenverbrauch könne der finanzielle Ertrag jedoch erhöht werden: Wer seinen Strom selbst verbraucht und keinen Strom aus dem Netz kaufen muss, steigert den Experten zufolge seinen Gewinn. In den vergangenen Jahren sollen Hauseigentümer versucht haben, durch klein dimensionierte Solaranlagen ihren Eigenverbrauch anzuheben. Genau dieser Logik widerspricht Solar Cluster nun. 

Dass die Eigenverbrauchquote bei kleinen Solaranlagen steigt, bestreiten die Experten nicht. Der höhere Systempreis pro installiertem Kilowatt Leistung  – rund 1.550 Euro kostet aktuell durchschnittlich eine kleine 2-Kilowatt-Anlage, etwa 1.300 Euro eine Aufdachanlage bis 10 kWp – bewirkt jedoch, dass die Rendite bei kleinen und großen Anlagen ungefähr gleich groß ausfällt. Der Grund: Die großen Solaranlagen sind pro kWp günstiger, weil Kostenanteile für Installation und Betrieb nicht von der Anlagengröße abhängen

Größere Solaranlagen bringen in den Augen der Experten folglich diese Vorteile: 

  1. Der jährliche Überschuss wird um mehrere Hundert Euro jährlich erhöht.
  2. Je größer eine Solaranlage ist, desto weniger Strom muss aus dem Netz bezogen werden. 
  3. Größer dimensionierte Solaranlagen tragen mehr zum Klimaschutz bei.  

Von der 10-kWp-Grenze, ab der Eigentümer einer Solaranlage 40 Prozent der EEG-Umlage auf den eigenverbrauchten Strom zahlen müssen, sollen sich die Verbraucher dabei laut Solar Cluster nicht abschrecken lassen. 

Zuverlässige Prognosen erfordern – genauso wie die fachgerechte Dimensionierung und Installation der Anlage – dass Fachbetriebe  mit dieser Aufgabe beauftragt werden. Alle Informationen für die norm- und fachgerechte Montage, Installation, Inbetriebnahme und Wartung finden die ausführenden Fachkräfte im „Ausführungshandbuch für Photovoltaik-Anlagen“

Quelle: Solar Cluster Baden-Württemberg 

War der Artikel hilfreich?
finde ich gut 0