Was gegen Noroviren und Influenza tun?

Gesundheitswesen und Pflege

Die Meldungen über Noroviren in Kliniken und Krankenhäusern häufen sich auch in diesem Jahr wieder. Und auch die Influenza hält Einkehr. Die rasante Verbreitung dieser ansteckenden Krankheiten zeigt deutlich auf, wie wichtig es ist, Hygienevorschriften einzuhalten – insbesondere in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen.

Norovirus sorgt für Aufnahmestopp in Klinik 

Das Norovirus ist in Deutschland für den Großteil der Magen-Darm-Erkrankungen verantwortlich und häufig Ursache von akuten Gastroenteritis-Ausbrüchen in Krankenhäusern, Altenheimen oder Kindergärten. So auch in diesem Jahr: Das „Mindener Tageblatt“ berichtet Anfang des Jahres von einem Aufnahmestopp in der Bielefelder Klinik, weil dort das hochansteckende Virus ausgebrochen war. Auch in Paderborn breitet sich die Krankheit rasant aus: Das „Westfalen-Blatt“ zitiert das Paderborner Kreisgesundheitsamt, das von Krankenhäusern für Patienten mit Infektionsverdacht berichtet, die zwischenzeitlich an ihre Grenzen kommen.

Es sind nur zwei Beispiele von vielen. Denn landesweit häufen sich die infektiösen Darmerkrankungen in Einrichtungen, in denen viele Menschen auf engen Raum zusammentreffen. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist dabei die häufigste Ursache für die Ansteckung mit dem Norovirus. Besonders ansteckend sind erkrankte Menschen, die den Virus mit Erbrochenem oder dem Stuhl ausscheiden. 

Weil schon kleinste Mengen des Virus reichen, kommt es gerade in Gemeinschaftseinrichtungen zu einer sehr raschen Infektionsausbreitung. Umso wichtiger ist es, dass Hygienevorschriften zwingend eingehalten werden. Das bedeutet: 

  • Händewaschen nach dem Toilettengang
  • Händewaschen nach Kontakt mit Erbrochenem 
  • Verunreinigungen auf Flächen sofort so entfernen, dass die Hygiene wieder gewährleistet werden kann
  • Verunreinigte Wäsche in einem extra Beutel sammeln und mit der höchstmöglichen Temperatur waschen 

Krankenhauspersonal, Mitarbeiter in Arztpraxen oder in Pflegeeinrichtungen, die unter einer Norovirus-Infektion leiden, sollten zu Hause bleiben, um ihre Umgebung zu schützen. 

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Influenza: Erkrankungen bundesweit gestiegen 

Neben den Noroviren sind es die Influenzaviren, die jedes Jahr zur Winterzeit in Deutschland Einzug finden. Die Grippewelle der Saison ist in Deutschland bereits seit 52. KW 2017 auf dem Vormarsch. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts (RKI). In der ersten Kalenderwoche 2018 seien die Influenza-Erkrankungen mit 1.326 gemeldeten Fällen bundesweit gestiegen.

Influenzaviren werden wie Noroviren in erster Linie von Mensch zu Mensch beim Niesen, Husten oder Sprechen übertragen. Dabei gelangen virushaltige Tröpfchen in die Luft und können von Menschen in der Nähe eingeatmet werden. Die Erreger werden aber auch über Hände und verunreinigte Gegenstände weitergegeben. Richtiges Händewaschen ist bei dieser Erkrankung deshalb enorm wichtig. 

Mit Hygiene gegen Norovirus und Influenza: Checklisten für das Gesundheitswesen

Obwohl es eine Reihe von Hygiene-Maßnahmen gibt, die das Krankenhauspersonal oder auch Pflegepersonal dabei unterstützen, Mitarbeiter und Patienten vor Infektionen zu schützen (Empfehlungen der STIKO, Händehygiene des RKI) erkranken jedes Jahr viele Menschen an Noro- und Influenzaviren.

Die hohen Fallzahlen zeigen, dass die Empfehlungen allein nicht ausreichen. Was fehlt, sind konkrete Handlungsanleitungen für die Praxis, die Patienten und Mitarbeiter bei der Standardhygiene unterstützen. Damit Sie in Ihrer Einrichtung alle Anforderungen an die Hygiene einhalten und gut auf Grippe und Noroviren vorbereitet sind, haben Experten die „Hygiene-Checklisten für das Gesundheitswesen“ konzipiert. Mit den vorgefertigten Dokumenten erfüllen Sie nicht nur alle Vorgaben, sondern sparen auch noch wertvolle Zeit. 

Quellen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und LebensmittelsicherheitArbeitsgemeinschaft InfluenzaMindener TageblattWestfalen-Blatt

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