Gesundheitswesen und Pflege

Wichtigstes Ziel der 4. Nationalen Impfkonferenz: Elimination von Masern und Röteln

© Alexander Raths - Fotolia.com

In Berlin fand die 4. Nationale Impfkonferenz statt. Leitthema war „Impfen schützt alle – Masern-Elimination ist machbar!“.

Bei der Impfkonferenz diskutieren Experten aus Ärzteschaft, ÖGD, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über eine nachhaltige und bundesweite Impfstrategie und entwickeln zum Abschluss Empfehlungen für den weiteren Umgang mit dem Thema Impfen.

Ergebnisse der Konferenz sowie Ausblick auf Maßnahmen und Ziele 

Erste Ergebnisse sowie einen kurzen Ausblick auf Maßnahmen und Ziele bis zur 5. Impfkonferenz 2017 stellte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), nach der 4. Nationalen Impfkonferenz am 19.06.2015 in Berlin vor. „In der Nationalen Impfkonferenz werden wichtige Weichen für unsere gemeinsamen Impfstrategien gestellt, denn eines ist allen bewusst – je besser das Zusammenspiel der Akteure, desto höhere Impfraten sind erreichbar“, sagte die Ministerin. 

Die Ministerin weiter: „Schutzimpfungen sind wirkungsvolle und kostengünstigste präventive Maßnahmen der modernen Medizin. Gerade der vollständige Impfschutz ist ein wichtiger Schritt zum verantwortlichen Umgang mit der eigenen Gesundheit und der Gesundheit der Kinder.“ Doch es gibt nach wie vor bedeutende Impflücken, darüber kann auch die positive Entwicklung der Impfquoten bei der Einschulung nicht hinwegtäuschen. Ein Beispiel für die Probleme, die dies insbesondere bei Masern verursachen kann, ist der große Ausbruch in Berlin.

Nationaler Aktionsplan 2015 bis 2020 zur Elimination von Masern und Röteln

Deswegen standen bei der Impfkonferenz Maßnahmen zur Elimination von Masern und Röteln im Mittelpunkt. Ein „Nationaler Aktionsplan 2015 bis 2020 zur Elimination von Masern und Röteln“ wurde auf der Konferenz abgestimmt, der vor allem Information, Aufklärung und freiwillige Impfungen stärken soll. „Bevor eine Impfpflicht zur Erreichung des WHO-Ziels der weltweiten Masernausrottung erwogen wird, müssen alle anderen Maßnahmen zum Erreichen der angestrebten Impfquoten ergriffen werden.“ Aus diesem Grund wird die Geschäftsstelle zum „Nationalen Impfplan“ demnächst ihre Arbeit aufnehmen. 

Ziel: Impfquoten von über 95 Prozent

Die Arbeitsergebnisse der 4. Nationalen Impfkonferenz zeigen, dass bereits erfolgreiche Strukturen entwickelt wurden, aber durchaus noch Verbesserungsbedarf besteht. „Die Vision einer sektorübergreifenden, gemeinsamen Aufgabenwahrnehmung durch den ambulanten und stationären Bereich, den Betriebsärztlichen und den Öffentlichen Gesundheitsdienst ist meines Erachtens der richtige Weg, um die Impfquoten auf das angestrebte Ziel-Niveau von über 95 Prozent zu heben. Wir alle wissen ja, dass das Erreichen der letzten fehlenden Prozentpunkte immer die größten Anstrengungen erfordert“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Neben den aktiv für die Information und Durchführung von Impfungen zuständigen Gruppierungen waren alle wichtigen Akteure und die politisch Verantwortlichen an der Diskussion beteiligt. Deswegen ist Bätzing-Lichtenthäler zuversichtlich, was die Realisierung der Empfehlungen aus den Expertenrunden anbelangt. 

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