Zoll, Export und Internationales

Intrastat-Meldungen werden in Deutschland erst benötigt, wenn in einem Monat der Schwellenwert von 800.000 Euro überschritten wird. Unternehmen müssen darauf achten, die Meldung fristgerecht an das Statistische Bundesamt zu übermitteln.

Definition: Intrastat und Intrastat-Meldung 

Die Intrastat, auch unter Intrahandelsstatistik bekannt, stellt auf Grundlage der Intrastat-Meldungen aktuelle Daten über den innergemeinschaftlichen Handel Deutschlands bereit. Es handelt sich also um eine statistische Erfassung des tatsächlichen Warenverkehrs zwischen Deutschland und den anderen EU-Ländern.

Jeder EU-Mitgliedstaat definiert dabei einen eigenen Schwellenwert (s. o. 800.000 Euro für Deutschland). Wird dieser Schwellenwert überschritten, müssen Unternehmen monatlich eine Intrastat-Meldung abgeben.  

Die Meldungen zur Intrahandelsstatistik sind in der Europäischen Union für alle Mitgliedstaaten verpflichtend. Gemeldet werden nur Waren, nicht Leistungen, weshalb die Intrastat-Meldung nicht mit der Zusammenfassenden Meldung (ZM) verwechselt werden darf. Die Meldung muss spätestens am 10. Arbeitstag nach Ablauf eines Berichtsmonats an das Statistische Bundesamt übermittelt werden. 

Fristen für Intrastat-Meldungen für das Jahr 2018

Das sind die Abgabetermine für die Intrastat-Meldung 2018: 

Intrastat-Meldung  Frist (bis zum)
„Dezember 2017“ 15. Januar 2018
„Januar 2018“ 14. Februar 2018
„Februar 2018“ 14. März 2018
„März 2018“ 16. April 2018
„April 2018“ 16. Mai 2018
„Mai 2018“ 14. Juni 2018
„Juni 2018“ 13. Juli 2018
„Juli 2018“ 14. August 2018
„August 2018“ 14. September 2018
„September 2018“ 15. Oktober 2018
„Oktober 2018“ 15. November 2018
„November 2018“ 14. Dezember 2018

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Regelungen zur Übermittlung der Intrastat-Meldung

Damit die Übermittlung der Meldung fehlerfrei verläuft, müssen Unternehmen folgende Regelungen kennen: 

Online-Verfahren: Zur Übermittlung der Daten müssen Unternehmen die Online-Verfahren nutzen, die vom Statistischen Bundesamt kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Als E-Mail-Anhang dürfen die Daten aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht versendet werden. 

Fristverlängerung: Das Statistische Bundesamt weist im „Leitfaden zur Intrahandelsstatistik“ darauf hin, dass eine Fristverlängerung über den 10. Arbeitstag hinaus nicht möglich ist. Auch dann nicht, wenn z. B. das Finanzamt für die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung eine Dauerfristverlängerung gewährt hat. 

Technische Störungen: Können Sie aufgrund von technischen Störungen Ihre Intrastat-Meldung nicht fristgerecht einreichen, sollten Sie umgehend Kontakt mit dem Statistischen Bundesamt aufnehmen. 

Urlaub: Sollte der für die Übermittlung zuständige Mitarbeiter im Urlaub sein, muss für ihn zwingend eine Vertretung definiert werden. Im Falle eines Betriebsurlaubs müssen die Daten übermittelt werden, die schon vor dem Betriebsurlaub zur Verfügung stehen. Die bis dahin nicht erfassten Daten sind sofort nach Ende der Betriebsferien zu überspielen.

Export & Zoll 2018 

Alle wichtigen Änderungen, die auf Mitarbeiter der Zoll- und Exportabteilung im Jahr 2018 zukommen, sind im „Themenbrief Export & Zoll“ (Ausgabe Februar 2018) nachzulesen. Als Abonnent des Themenbriefs erhalten Sie monatlich aktuelle Informationen rund um das Thema Zoll und Export sowie praktische Handlungsempfehlungen, die den Alltag erleichtern. 

Quelle: „Themenbrief Export & Zoll“ (Ausgabe Februar 2018)

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