Zoll, Export und Internationales

Der Warenursprung spielt bei der Abwicklung von Exportgeschäften eine immer zentralere Rolle, sowohl aus handelspolitischer wie auch aus zollrechtlicher Sicht. Das Ursprungsrecht unterscheidet dabei zwischen dem präferenziellen und dem nichtpräferenziellen Ursprung. Da die Rechtssituation schwer überschaubar ist, geben wir einen Überblick.

Präferenzieller Ursprung und nichtpräferenzieller Ursprung: Gegenüberstellung

Präferenzieller Warenursprung  Nichtpräferenzieller Warenursprung 

Rechtsgrundlagen: 

  • Ursprungsregeln der Präferenzabkommen
  • Unionszollkodex (UZK) und Durchführungsrechtsakte (DA/IA)

Rechtgrundlagen: 

  • Unionszollkodex (UZK) und dazugehörige
    Durchführungsrechtsakte (DA/IA)
Wichtigste Aussagen und Inhalte der präferenziellen Regeln  zur Ursprungserzielung:
  • Wechsel der Zollposition (in einigen Fällen doppelter Wechsel)
  • Prozentsatzregel (Wertanteil Drittlandswaren prozentual eingeschränkt – oft auf max. 40 %)
  • Minimalbehandlungen führen nicht zum Ursprung
  • Kumulierung mit Präferenzländerprodukten möglich
  • als Ursprungsterritorien gelten die EU bzw. der jeweilige Präferenzpartnerstaat
  • Info-Quelle: www.wup.zoll.de
Wichtigste Aussagen und Inhalte der nicht präferenziellen Regeln zur Ursprungserzielung:
  • Wechsel der Zollposition (in einigen Fällen doppelter Wechsel)
  • Prozentsatzregel (Wertanteil Drittlandswaren prozentual eingeschränkt – oft auf max. 40 %)
  • Minimalbehandlungen führen nicht zum Ursprung
  • Kumulierung mit Präferenzländerprodukten möglich
  • als Ursprungsterritorien gelten die EU bzw. der jeweilige Präferenzpartnerstaat
  • Info-Quelle: www.wup.zoll.de
Dokumente (Präferenznachweis):
  • Warenverkehrsbescheinigung EUR.1
  • Ursprungserklärung für Kleinsendungen bis 6.000 Euro
  • Ursprungserklärung im Vereinfachungsverfahren „Ermächtigter Ausführer (EA)“
  • Warenverkehrsbescheinigung A.TR
Dokumente (Ursprungsnachweis):
  • Ursprungszeugnis

Ausführliche Informationen zur Bestimmung des Warenursprungs finden Zollbeauftragte im Buch „Zoll & Export 2018“

Alle zollrechtlichen Änderungen auf einen Blick

Zoll & Export 2018

mehr erfahren

Bleiben Sie mit der Zeitschrift für Zollbeauftragte immer auf dem Laufenden!

Zeitschrift ZOLL.EXPORT

mehr erfahren

Lassen Sie sich zur Fachkraft für die Zollabwicklung ausbilden!

Fachkraft für die Zollabwicklung

mehr erfahren

Zuständigkeiten:
  • Für Bescheinigung (Stempelung) der Warenverkehrsbescheinigungen EUR.1 und A.TR: Ausfuhrzollstelle (zuständige Zollstelle des Exporteurs)
  • Für Abgabe der Ursprungserklärung bei Kleinsendungen bis 6.000 Euro: Ausführer
  • Für Abgabe der Ursprungserklärung im Verfahren „Ermächtigter Ausführer (EA)“: Ausführer
  • Für Bewilligung des Vereinfachungsverfahrens „Ermächtigter Ausführer (EA)“: für Ausführer zuständiges Hauptzollamt
  • Für verbindliche präferenzielle Ursprungsauskünfte: Hauptzollamt Hannover
Zuständigkeiten:
  • Für Ursprungszeugnis (UZ): Für Exporteur zuständige IHK
  • Für verbindliche nichtpräferenzielle Ursprungsauskünfte: IHK
Ziele:
  • Warenverkehrsbescheinigungen EUR.1 und A.TR: Zollermäßigung/Zollbefreiung im Bestimmungsland
  • Ursprungserklärung bei Lieferungen bis 6.000 Euro: Zollermäßigung/Zollbefreiung im Bestimmungsland
  • Ursprungserklärung im Verfahren „Ermächtigter Ausführer (EA)“: Zollermäßigung/Zollbefreiung im Bestimmungsland
Ziele:
  • Ursprungszeugnis: Einfuhrmöglichkeit bzw. Verzollungszwecke im Bestimmungsland (mit wenigen Ausnahmen keine Zollermäßigung oder Zollbefreiung).

Quelle: „Zoll & Export 2018“, „PC-gestützte Bearbeitung komplexer Zolldokumente“

War der Artikel hilfreich?
finde ich gut 0