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"Essen als frühkindliche Bildung"


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Mittagessen im Kindergarten kann so viel mehr sein als nur „sauberes Abfüttern“: Die Feinmotorik wird gefördert, soziale Kompetenz erlernt und die Kommunikationsfähigkeit geschult.

Kinder können an gesunde Lebensmittel herangeführt werden und die Nahrungsaufnahme auch als sinnlichen Genuss zu begreifen. „Essen ist frühkindliche Bildung“, sagen denn auch die Fachleute. Aber wie kann ein solches Konzept in Kindertagesstätten umgesetzt werden, die personell und finanziell oft „am Limit“ arbeiten?

Unterschiedliche Essensituationen in Kitas

Waren es früher maximal 30 Prozent der Kinder, die an der Mittagsverpflegung teilnahmen, sind es heute 70 Prozent. Der Anspruch auf ein Mittagessen ist im KiBiz-Gesetz festgeschrieben. Neue Konzepte für das Mittagessen zu entwickeln sei auch Prävention vor Essstörungen. Einfach Menüs aus dem Alten- oder Pflege-Bereich anzubieten, sei deshalb keine Lösung. Außerdem gibt es zahlreiche Richtlinien, wie ein kindgerechtes Mittagessen auszusehen hat.

Die Essenssituation in den Kitas ist sehr unterschiedlich: manche kochen selbst, viele lassen sich über Caterer versorgen, viele setzen auf eine Kombination von Caterer und frischen Salaten oder Obst und einige arbeiten mit benachbarten Restaurants zusammen.

Es gibt Kitas, da läuft alles bestens mit dem Essen. Es gibt aber auch das Gegenteil – großen Veränderungsbedarf. Dann geht es darum, gemeinsam den Essensplan durchzusprechen, nach den Gründen zu forschen, warum das Essen nicht schmeckt, nach räumlichen Alternativen zu suchen, die Kinder in die Vorbereitung einzubeziehen. Das gemeinsame Mittagessen soll für die Kinder eine Bereicherung und nicht zum Trauma werden. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass es keinen Zwang zum Aufessen gibt.

Lebensmittelhygiene in Kitas

Hinzu kommt die laufende Frage nach ausreichender Qualität: Schon im Herbst 2014 bemängelte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, dass Essensausgabestellen in Deutschland, vor allem in Schulen und Kindertagesstätten, ihre Speisen oft nicht ausreichend warmhalten.13 Prozent der rund 1.700 kontrollierten Einrichtungen hätten die Speisen nicht bei mindestens 65 Grad Celsius konstant erhitzt. Diese Temperatur sei in der Essensausgabe aber nötig, damit Bakterien und Viren abgetötet würden.

Anregungen für eine gesunde Ernährung in der Kita sind im „Sicherheitshandbuch für Bildungseinrichtungen“ zu finden.

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