EHS-Manager: Aufgaben, Ausbildung und Gehalt

© Dmitry – stock.adobe.com

Immer mehr Betriebe beschäftigen EHS-Manager (oder auch HSE-Manager), um die gesteigerten Anforderungen, die sich aus neuen Gesetzen, geänderten Vorschriften und einzuhaltenden Normen ergeben, einzuhalten. Doch was genau heißt EHS und welche Aufgaben erfüllt der EHS-Manager?

EHS: Definition 

Die Abkürzung EHS steht für: E = Environment (deutsch: Umwelt), H = Health (deutsch: Gesundheit) und S = Safety (deutsch: Sicherheit). Sofern auch das Qualitätsmanagement mit einbezogen wird, wird die Abkürzung EHSQ verwendet: Das „Q“ steht dabei für „Quality“, was mit Qualität bzw. Qualitätssicherung übersetzt wird.  

EHS-Manager oder EHSQ-Manager: Das sind seine Aufgaben  

Der EHS-Manager ist die Person im Betrieb, die die Schnittstelle zwischen den im Unternehmen integrierten Managementsystemen bildet – also Umweltschutzmanagementsystemen, Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystemen und im Falle des EHSQ-Managers auch den Qualitätsmanagementsystemen. 

Die Aufgaben des EHS-Managers können sich je nach Branche unterscheiden, umfassen im Wesentlichen aber die

  • Planung, Umsetzung, Überwachung und Optimierung betrieblicher Prozesse in allen EHS- (bzw. EHSQ-) Bereichen. 
  • Entwicklung und Pflege der integrierten Managementsysteme 
  • Beratung der Geschäftsleitung in EHS(Q)-Themen sowie der verantwortlichen Führungskräfte und Mitarbeiter in den Bereichen Umweltschutz, Gesundheitsschutz, Arbeitsschutz  und ggf. Qualitätssicherung
  • Mitwirkung bei Schulungen bzw. Unterweisungen in den EHS- (bzw. EHSQ-) Bereichen
  • Erstellung von Arbeitsplatz- und Gefährdungsbeurteilungen 
  • Planung und Durchführung von internen Audits
  • Koordination und Zusammenarbeit mit den Behörden 
  • Kontrolle und Unterstützung von Fremdfirmen 

Der EHS-Manager muss eine Menge an fachlichen Kenntnissen mitbringen und sich über die wichtigsten Vorgaben in den Bereichen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz informieren. Mit den Vorlagen aus dem „Sicherheitshandbuch Arbeitsschutz“ erhält er verständliche Erläuterungen aller Arbeitsschutzpflichten sowie passende Anleitungen zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben.

Externer EHS-Manager 

Um die zahlreichen Verfahrensweisen, Vorgaben, Leitlinien und Zertifizierungen zur Umsetzung von Environment-, Health-, Safety- und ggf. Quality-Maßnahmen korrekt und kosteneffizient umsetzen zu können, engagieren Unternehmen häufig auch externe EHS(Q)-Manager als Dienstleister zur Umsetzung der entsprechenden Managementsysteme.  

Ausbildung zum EHS-Manager  

Es gibt unterschiedliche Einrichtungen, die eine Ausbildung zum EHS-Manager anbieten – so z. B. die Akademie TÜV Süd. Als Voraussetzung für die Teilnahme empfiehlt TÜV Süd den Abschluss „Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa)“ bzw. Umweltbeauftragter sowie fundierte Kenntnisse zu Arbeits- und Umweltschutzvorschriften und Managementsystemen. 

Die Anbieter richten ihre Kurse an Fach- und Führungskräfte im Bereich EHS, Sifas, Umweltbeauftragte oder Unternehmensberater.  

Gehalt eines EHS-Managers  

Was ein EHS-Manager verdient, hängt stark vom Standort ab. Laut Angaben von gehalt.de beträgt das Gehalt eines EHS-Managers bei 40 Wochenstunden durchschnittlich zwischen 3.357 € und 6.069 € brutto monatlich. 

Quellen: „EHSQ-Manager“, TÜV Süd, gehalt.de

Sie wollen mehr Fachwissen, Praxistipps und kostenlose Arbeitshilfen zum Bereich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit erhalten? Dann melden Sie sich gleich zu unserem kostenlosen Fach-Newsletter an!

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.