Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Brandschutzordnung nach DIN 14096

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Die Brandschutzordnung nach DIN 14096:2014-05 ist in drei Teile untergliedert. Die Teile A, B und C beinhalten die wichtigsten Regelungen für das Verhalten von Personen in einem Gebäude oder einem Betrieb im Falle eines Brandes.

Brandschutzordnung nach DIN 14096 – Teil A

Teil A der Brandschutzordnung besteht aus einem Aushang mit schlagwortartigen Anweisungen sowie ergänzenden grafischen Sicherheitszeichen zur Brandverhütung und für das Verhalten im Brandfall. Dieser Aushang ist für alle Personen bestimmt, die sich in einem Objekt/Gebäude aufhalten – egal oder Bewohner, Mitarbeiter oder einmaliger Besucher.

Dieser Teil muss im Gebäude an einer Stelle angebracht werden, an der viele Personen oft vorbeigehen. Teil A darf nicht zugehängt oder überklebt werden.

Brandschutzordnung nach DIN 14096 – Teil B

Teil B der Brandschutzordnung ist für alle Personen bestimmt, die sich "nicht nur vorübergehend" in einem Objekt/Gebäude aufhalten, jedoch keine besonderen Brandschutzaufgaben wahrnehmen. Dabei handelt es sich meist um Mitarbeiter eines Unternehmens oder Bewohner eines Gebäudes, nicht aber um Besucher.

Dieser Teil der Brandschutzverordnung muss schriftlich festgehalten und gegen Unterschrift ausgehändigt werden. Außerdem muss eine Ansprechperson definiert werden. Der Teil B ist ein verbindlicher Bestandteil des Arbeitsvertrages, seine Inhalte müssen eingehalten werden.

Brandschutzverordnung nach DIN 14096 - Teil C

Teil C der Brandschutzordnung ist für alle Personen bestimmt, die sich in einem Gebäude aufhalten und in Notsituationen mit besonderen Sicherheitsaufgaben betraut sind, z. B. Brandschutzberauftragte, Brandschutzhelfer, Fluchthelfer, Flurbeauftragte, Sicherheitsingenieure, aber auch grundsätzlich alle Vorgesetzte.

Ausnahmefälle nach Brandschutzordnung gemäß DIN 14096

Die Brandschutzordnung, insbesondere Teil B und C, müssen mindestens alle zwei Jahre auf ihre Aktualität geprüft und ggf. aktualisiert werden. Sollten zwischendurch erkennbare Veränderungen eintreten, müssen die Ordnungen auch öfter aktualisiert werden.

Mit Zustimmung der Brandschutzbehörde kann im Ausnahmefall auf die Teile B und C verzichtet werden. Dies ist abhängig von der Art, Nutzung und Größe des Gebäudes sowie den Anforderungen an den betrieblichen Brandschutz.

In der Regel stimmt die Brandschutzbehörde zu, wenn

  • praktisch keine brandschutztechnischen Gefahren vorliegen.
  • die Fluchtwege eindeutig sind.
  • beide Fluchtwege baulich gegeben sind.
  • das Gebäude ebenerdig und nicht unterkellert ist.
  • gegen das korrekte Verhalten praktisch nicht fahrlässig verstoßen werden kann.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Brandschutzordnung, die in Ihrem Unternehmen/Gebäude aushängt noch aktuell ist, dann laden Sie sich das Muster zur Brandschutzordnung kostenlos hier herunter.

Quelle: "Handbuch Brandschutzvorschriften"

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