Datenschutz und IT

Datenschutzbeauftragte (DSB) sind u. a. dafür verantwortlich, dass die Datenschutzvorschriften von allen Mitarbeitern in einem Unternehmen umgesetzt werden. Das Aufgabengebiet weist dabei eine hohe Komplexität auf, weshalb Datenschutzbeauftragte nicht nur einschlägige fachliche Kenntnisse mitbringen, sondern auch gewisse Kompetenzen aufweisen müssen, wie im Folgenden zusammengefasst ist.

Datenschutzbeauftragte: Diese Kompetenzen werden vorausgesetzt

Um seine vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können, muss der Datenschutzbeauftragte gewisse Kompetenzen mitbringen. Die wichtigsten sind im Folgenden zusammengefasst: 

Persönlichkeitsmerkmale eines Datenschutzbeauftragten 

  • Kritisches Denken – Der Datenschutzbeauftragte muss Fakten und Tatsachen mit schlüssiger Beweisführung hinterfragen können. 
  • Belastbarkeit, hohe Frustrationstoleranz – Er sollte seine Ziele beharrlich verfolgen, auch bei Schwierigkeiten und Misserfolgen.
  • Ganzheitliches Denken und Fähigkeit, Probleme zu lösen – Als Datenschutzbeauftragter ist es wichtig, Probleme ganzheitlich in ihrer Komplexität und aus möglichst vielen Blickwinkeln zu erfassen. Schließlich muss er Probleme identifizieren und die bestmögliche Lösung empfehlen können.
  • Mathematisch exaktes Denken – Er sollte einen ausgeprägten Sinn für Zahlen und Messgrößen, die in bestimmten Formeln zu Resultaten führen, mitbringen. 
  • Pflichtbewusstsein – Der Datenschutzbeauftragte muss so eingestellt sein, dass er alle Arbeitsprozesse und Aufgaben aus innerer Überzeugung heraus mit größter Sorgfalt und Umsicht erledigt.

Mitarbeiter, die diese Kompetenzen mitbringen und als Datenschutzbeauftragter arbeiten wollen, können sich im Zertifikats-Lehrgang „Betrieblicher Datenschutzbeauftragter“ das notwendige Fachwissen auf dem Gebiet des Datenschutzrechts und der Datenschutzpraxis aneignen.   

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Soziale Kompetenzen

  • Selbstvertrauen –  Hiermit ist die Fähigkeit gemeint, Vertrauen in die eigene Person im Handeln zum Ausdruck zu bringen sowie Situationen und Personen richtig einzuschätzen. Zudem braucht der Datenschutzbeauftragte Kompromissbereitschaft und Mut zur Selbstkritik.
  • Soziale Sensibilität – Der Datenschutzbeauftragte hat im besten Fall einen Sinn für die Anliegen der Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden und kann seine eigenen Ansprüche und Erwartungen zurücknehmen. 
  • Fähigkeit, mit Ambivalenzen umzugehen – Es gibt nicht immer die eine „richtige“ Entscheidung, sodass der DSB bei Optimierungsansprüchen maßhalten muss. 
  • Kommunikationsfähigkeit – Ein Datenschutzbeauftragter muss in der Lage sein, mit unterschiedlichsten Personengruppen zu kommunizieren und Sensibilität im Umgang mit Auftraggebern und -nehmern beweisen. 
  • Integrationsfähigkeit – Er muss sich in Gruppen und Teams einordnen, um als Teil des Ganzen effiziente Arbeit leisten zu können. Dafür braucht er die Fähigkeit, mit konträren Ansichten umzugehen und im Konfliktfall eine für alle Beteiligten tragbare Lösung  zu finden. 

Beratungskompetenz 

  • Verhandlungsgeschick – Der DSB muss wissen, wann er eigene Standpunkte durchsetzen oder Kompromisse eingehen sollte. 
  • Darstellung komplexer Zusammenhänge – Er muss die Fähigkeit besitzen, komplexe Sachverhalte inhaltlich strukturiert, verständlich und überzeugend darzustellen. Schließlich müssen die Mitarbeiter verstehen, auf was sie in ihrer täglichen Arbeit in Sachen Datenschutz beachten müssen.
  • Präsentationsfähigkeit – Neben der Fähigkeit Themen klar darzustellen, sollte der Datenschutzbeauftragte mit den verschiedenen Präsentationsmitteln wie Flipchart oder PowerPoint umgehen können. 
  • Mitgestaltung – Der Datenschutzbeauftragte muss die Ziele, Strategien und Leitlinien des Unternehmens kennen, um diese aktiv mitgestalten zu können. 

Fachkompetenz eines Datenschutzbeauftragten 

  • Beherrschung des aktuellen Fachwissens – Dieses kann in Studiengängen erworben werden. Außerdem ist es wichtig, dass er ein technisches Grundverständnis mitbringt und die durchgeführten Verarbeitungsvorgänge auch versteht.
  • Juristische Fachkenntnisse – Der Datenschutzbeauftragte muss ausreichend juristisches Wissen aufweisen, um sämtliche (nationale und europäische) Datenschutzvorschriften überwachen und hierüber beraten zu können. 
  • Wirtschaftliches Denken – Der Datenschutzbeauftragte sollte sich durch eine betriebswirtschaftlich orientierte Sichtweise auszeichnen und verantwortungsbewusst mit Ressourcen umgehen können. 
  • Übergreifendes Wissen – Erst wenn der Datenschutzbeauftragte über fachübergreifendes und interdisziplinäres Wissen verfügt, gelingt es ihm, in Zusammenhängen und Wechselwirkungen zu denken und zu handeln. 
  • Berufserfahrung und Branchenerfahrung (wie z. B. im Gesundheitswesen)  

Unternehmerische Kompetenz 

  • Identifikation mit dem Unternehmen – Der Datenschutzbeauftragte muss in seinem täglichen Handeln die Unternehmensinteressen vertreten können. 
  • Gestaltungswille – Er sollte in der Lage sein, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren, um agieren zu können und nicht nur reagieren zu müssen. 
  • Wirtschaftliches Interesse – Neben dem eigenen Fachgebiet muss sich der Datenschutzbeauftragte für die gesamtwirtschaftliche Situation interessieren. Nur so kann er sich erfolgreich an Entwicklungsprozessen im Unternehmen beteiligen. 

Managementkompetenzen eines Datenschutzbeauftragten 

  • Teamführung – Der Datenschutzbeauftragte muss in der Lage sein, Teamarbeitstechniken erfolgreich in die Praxis umzusetzen, um ergebnisorientiert zu führen. 
  • Projektgruppenarbeit – Er muss fähig sein, Teams sinnvoll zusammenzusetzen und zu entwickeln. 
  • Monitoring – Der DSB muss verantwortungsbewusst seine Monitoring-Funktion ausüben und Rückmeldungen zu erbrachten Leistungen geben können. 
  • Ressourcen-Management – Der Datenschutzbeauftragte muss die ihm zur Verfügung stehenden Mittel quantitativ, qualitativ und termingerecht planen, mobilisieren, koordinieren und rationell einsetzen können. 

Quelle: „Dokumentenmappe: Datenschutz im Unternehmen“

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