Elektrosicherheit und Elektrotechnik

Der Schutz durch Abschaltung ist eine der Schutzmaßnahmen, die am häufigsten als Fehlerschutz in elektrischen Stromkreisen angewendet wird. Dabei ist die Schleifenimpedanzmessung eine der wichtigsten Messungen, um nachzuweisen, dass diese Schutzmaßnahme wirksam ist. Wie sich Elektrofachkräfte bei der Durchführung vor einem elektrischen Schlag schützen, beschreibt die hierfür einschlägige Norm DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06.

Was bedeutet Schleifenimpedanz?

Unter Schleifenimpedanz wird die Summe aller Impedanzen/Wechselstromwiderstände verstanden, die in einem geschlossenen elektrischen Stromkreis auftreten. Bei einem Isolationsfehler in einem elektrischen Betriebsmittel wird der Stromkreis vom Fehlerstrom durchflossen. Die Schleifenimpedanz wird gemessen, um Verletzungen, Bränden oder anderen Schäden vorzubeugen. 

Schleifenimpedanz messen: Grundlage ist VDE 0100-410

Die Norm VDE 0100-410:2007-06 „Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 4-41: Schutzmaßnahmen - Schutz gegen elektrischen Schlag“ bildet die normative Grundlage für die Messung der Schleifenimpedanz. Für den Schutz gegen einen elektrischen Schlag definiert die Norm zwei Möglichkeiten, die als Alternativen zueinander zu sehen sind:

  • Basisschutz und Fehlerschutz – gleichzeitig vorhanden und unabhängig ausgeführt. 
  • Basisschutz in verstärkter Ausführung – Basisschutz und Fehlerschutz sind zugleich gegeben. 

Als Schutzmaßnahmen werden nach DIN VDE 0100-410 vier Methoden erlaubt: 

  1. Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung, kurz: Abschaltung im Fehlerfall 
  2. Schutz durch doppelte oder verstärkte Isolierung 
  3. Schutz durch Schutztrennung
  4. Schutz durch Kleinspannung mittels SELV oder PELV 

Wobei bei Anlagen der Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung als die mit Abstand gebräuchlichste Schutzmaßnahme als Fehlerschutz gilt. 

Schutzkonzept für Messung der Schleifenimpedanz 

Gemäß der Maßnahme Abschaltung im Fehlerfall gehört die Basisisolierung der aktiven Teile  zum Basisschutz. Als Fehlerschutz dient die Abschaltung. Damit die Abschaltung in ausreichend kurzer Zeit geschieht, fordert die DIN VDE 0100-410 die Einhaltung von maximalen Abschaltzeiten sowie die Einhaltung der entsprechenden Grenzen für die Impedanz der Fehlerschleife. 

Die Grenzwerte sowie weitere Vorgaben zur Messung der Schleifenimpedanz können Elektrofachkräfte im Whitepaper „Schleifenimpedanzmessung – Grundlagen und häufige Fragestellungen aus der Praxis“ nachlesen, das sie kostenlos herunterladen können.   

Quelle: „Schleifenimpedanzmessung – Grundlagen und häufige Fragestellungen aus der Praxis“ 

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