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Lean Construction Management am Bau – Definition, Software und mehr

© Gorodenkoff – stock.adobe.com

Beim Lean Construction Management (LCM) geht es grundsätzlich darum, Bau-Prozesse auf allen Ebenen zu analysieren und zu optimieren. Das Prinzip an sich existiert bereits seit den Neunzigerjahren. Neu an der Entwicklung der letzten Jahre ist die Kombination mit digitalem Bauen, Building Information Modeling (BIM) und weiteren Software-Lösungen. Ziel des LCM ist es, sowohl Plan- als auch Umsetzung eines Bauprojekts zu vereinfachen und dabei die Qualität zu erhalten, wenn nicht zu steigern. Damit das möglich ist, müssen Planer, Architekten, Ingenieure wie auch Bauleiter und alle beteiligten Gewerke an einem Strang ziehen. Wie genau wird Lean Construction Management definiert und worin liegen dessen Stärken?

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Lean Construction Management (LCM)?
  2. Die 5 Prinzipien des Lean Construction Managements
  3. Beispiele für LCM auf dem Bau
  4. Fazit: Vorteile von Lean Construction Management

Was ist Lean Construction Management (LCM)?

Schlankes Bau-Management, wie kann das aussehen und was bedeutet das eigentlich? – Der Begriff umfasst alle Methoden und Leistungen zum effizienten Ablauf der gesamten Bauphase. Sinngemäß werden im Rahmen dieser „Verschlankung" alle überflüssige Aktivitäten vermieden. Als Grundsatz gilt: So effizient wie möglich, so umfangreich wie nötig. Das betrifft nahezu alle Teilbereiche eines Bauvorhabens und dessen Umsetzung – besonders aber sollten Verantwortlich achten auf:

  • Genau definierte Prozesse
  • eindeutige Schnittstellen
  • klare Verantwortlichkeiten
  • frühzeitiges Fehlermanagement
  • einfache Organisationsmethoden 

Zusätzlich denkt Lean Construction Management bereits etablierte betriebswirtschaftliche Grundsätze weiter.

Just-in-time-Strategie

Die „Gerade-in-der-Zeit-Strategie“ konzentriert sich auf den gesamten Materialfluss eines Bauvorhabens und dessen Optimierung. Sie ist damit ein wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Lean Construction Management. Primär ist es das Ziel von just-in-time, die Wertschöpfungskette zu vereinfachen und Kosten zu verringern. 

Kaizen

Kaizen stammt ursprünglich aus der japanischen Fertigungstechnik (Kai = Veränderung, zen = zum Besseren). Es bedeutet, konsequent nach Verbesserungen zu suchen und diese anschließend umzusetzen. Auch das gehört zu den Grundprinzipien des LCM.

Last-Planner-System (LPS)

Als Produktionsmanagementsystem für einzelne Bauprojekte hilft das Last-Planner-System Projektmanagern, Produktivität zu steigern und Kosten zu reduzieren. Das betrifft im Besonderen die Planungsphase der einzelnen Projekte und legt damit das Fundament für ein erfolgreiches Lean Construction Management in der Bauphase.

Schrittweise wird beim LPS von der Analyse über Meilensteine, ein Phasenplan mit wöchentlicher Umsetzung erarbeitet. Für jedes Segment wird bereits nach dessen Umsetzung eine kurze Analyse-Einheit eingeplant, die dazu führen kann, die kommenden Bauphasen weiter zu optimieren.

Das LPS existiert seit wenigen Jahren auch als Software unterschiedlicher Anbieter und ist in Kombination mit Building Image Modeling (BIM) ein Grundpfeiler für erfolgreiches Lean Construction Management.

Die 5 Prinzipien des Lean Construction Managements 

Für den Bausektor wie auch für alle anderen Industrie- und Wirtschaftszweige bedeutet LCM, stets 5 Grundregeln zu beachten:

  1. Customer-Value: Kundenwert – der Beitrag des Kunden zur Optimierung der unternehmenseigenen Prozesse
  2. Value-Stream: „Entschlackung“ der Wertschöpfungsketten mit keinerlei Qualitätsverlust
  3. Flow/ Cash-flow: Unnötige Ausgaben erkennen und vermeiden
  4. Pull: es werden nur so viele Baumaterialien bestellt und geliefert wie zuvor ermittelt wurde (Bedarfsermittlung).
  5. Perfection: kontinuierliche Analyse und Optimierung eigener Prozesse

Nichts geht beim Lean Construction Management ohne den Kunden – besonders am Anfang des Bauprojekts nicht. Vor Baubeginn sollten Unternehmen mit dem Kunden im Kontakt stehen, um dessen Werte zu erfahren, um den eigenen Fokus auf bestimmte Bauphasen und –abschnitte zu schärfen. Das hilft wiederum bei der Erkennung und Optimierung eigener Wertschöpfungsprozesse – dem Kernpunkt des Lean Construction Managements.

Auch bei dem Pull-Prinzip ist der Kunde sprichwörtlich König. Wenn sich Unternehmen ausschließlich auf die Bedürfnisse der Kunden konzentrieren, können gleichzeitig weniger wichtige Prozesse minimiert oder weggelassen werden.

Beispiele für LCM auf dem Bau 

Vorweg muss kurz klargestellt werden, dass unterschiedliche Bauprojekte unterschiedliche Potenziale für Lean Construction Management beinhalten. Was heißt, dass bei gleichbleibenden Grundsätzen, die Umsetzung unterschiedlich ausfällt. 

Über Sauberkeit und Flächenstruktur auf der Baustelle lässt sich bereits viel Optimierungs-Potential nutzen: Abfallprodukte getrennt voneinander sammeln und falls möglich als recycelte Baustoffe wiederverwenden; Bauteile getrennt und geordnet voneinander an strategischen Orten lagern, erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern vereinfacht auch die Transportwege.

Durch Zeit- und Kostenpläne lässt sich die Zusammenarbeit unterschiedlicher Gewerke auf den Tag genau planen und notwendige Ressourcen priorisieren. Aber besonders im Zusammenhang mit dem Building Information Modeling (BIM) kann erfolgreiches Lean Construction Management gelingen.

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Alle Bauphasen im Überlick, schneller und einfacher Austausch mit Kollegen und Externen, effizientes Planen und Umsetzen: das Alles beinhaltet eine Software für erfolgreiches Lean Construction Management.
© WrightStudio – stock.adobe.com

Lean Construction Management und BIM

Durch das sog. digitale Bauen ist es möglich, Baukonzepte im Detail und vor deren Umsetzung zu planen und unterschiedliche Szenarien durchzuspielen. Dadurch können Fehlerquellen im Vornherein erkannt und bei der späteren Umsetzung vermieden werden.

Aber auch für etwaiges Lean Construction Management ist Building Information Modeling (BIM) ein wichtiges Tool. Besonders hinsichtlich der virtuellen Abbildung des gesamten Lebenszyklus des Bauprojekts und der Veranschaulichung einzelner Bauphasen.

Einer der größten Vorteile ist dabei sicherlich die gemeinsame Nutzung des Programms aller Beteiligten. Dadurch können während der Planung und Umsetzung entstehende Fragen oft direkt beantwortet werden, ohne den jeweiligen Partner persönlich ansprechen zu müssen. Das bedeutet weniger Optimierungsaufwand und qualitativ hochwertigere Produkte.

Zusätzlich kann das so dargestellte digitale 3D-Modell durch wichtige Daten wie z.B. Baumaterialien, Brandschutzmerkmale und umweltrelevante Aspekte ergänzt werden.

Fazit: Vorteile von Lean Construction Management

Das Ziel von Lean Construction Management ist es, in der Baubranche effizienter zu Planen und umzusetzen. Das spart besonders auf Großbaustellen Zeit und Geld, weil viele Gewerke parallel oder gestaffelt arbeiten.  Durch die Formulierung gemeinsamer Ziele und den entsprechenden Bauphasen lassen sich unterschiedliche Prozesse optimieren und gezielt aufeinander abstimmten. Das führt zur Vermeidung von Verzögerungen oder dem sog. Gewerkestau auf der Baustelle.

Durch erste Erfahrung ließ sich anhand von Lean Construction Management bei manchen Bauprojekten eine Effizient-Steigerung von bis zu 50 % erreichen. Messbar ist dies anhand von Zeit- und Materialaufwand aller Beteiligten.

Anhand von Software-Lösungen wie BIM lässt ich erst seit wenigen Jahren das gesamte Potenzial des LCM ausnutzen: interaktiv können Planer, Architekten, Bauleiter etc. sich in Echtzeit zu Problemen und Problemlösungen austauschen – nicht zuletzt alleine das spart ungemein viel Zeit und Aufwand.

Mit den 5 Prinzipien des Lean Construction Management bekommen Verantwortliche eine Skizze an die Hand, worauf bei einer „Entschlackung“ bzw. Optimierung eines Bauprojekts zu achten ist.

Voraussichtlich werden im Laufe der nächsten Jahre mehr und mehr Möglichkeiten in Puncto digitales Bauen und Software-Lösungen hinzukommen, dies weiter vereinfachen werden, erfolgreiches LCM zu betreiben.

Quellen: Barrierefreie Bau- und WohnkonzepteGEG Baupraxis

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