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"Multiresistente Keime: Ambulante Pflegedienste haben zunehmend damit zu kämpfen!"


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Laut einer deutschlandweiten Umfrage der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) haben im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte (57 Prozent) aller ambulanten Pflegedienste Menschen versorgt, die mit multiresistenten Erregern oder anderen Problemkeimen infiziert waren.

Am häufigsten trat dabei ein Kontakt mit den Erregergruppen MRSA (95 Prozent) auf, gefolgt von ESBL-Bildner (25 Prozent), 3-MRGN-/4-MRGN-Erregern (18 Prozent) sowie Durchfallerregern Clostridium difficile (18 Prozent).

Fehlende Einhaltung der Hygienestandards

Der Großteil der befragten Pflegedienstleiter gibt an, dass mangelndes Wissen sowie fehlendes Material – wie z. B. Handschuhe (11 Prozent), ungenügende Sorgfalt (24 Prozent) und fehlende Zeit (38 Prozent) der Mitarbeiter die Einhaltung der Hygienestandards erheblich erschweren.

Doch als ein zentrales Problem bei der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben sehen die befragten Pflegedienstleitungen mit 76 Prozent das fehlende Wissen sowie die mangelnde Sorgfalt (68 Prozent) der pflegenden Angehörigen an.

Angehörige und Profis gezielter aufklären

Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP, fordert: „Wir müssen im Gesundheitssystem die häusliche Pflege als relevantes Feld im Kampf gegen multiresistente Keime stärker wahrnehmen.“ Um die Sicherheit von Pflegebedürftigen zu verbessern, müssen aus Sicht des ZQP alle Beteiligten – also ambulante Dienste, pflegende Angehörige und auch Hausärzte – gezielter über die Risiken und den richtigen Umgang mit solchen Infektionen aufgeklärt werden.

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