Smarte Sprinkler für komplexe Logistik- und Lagersysteme
28.05.2026 | Gesponsert
Herkömmliche Sprinkleranlagen löschen dort, wo der Brand bereits intensiv tobt. Doch zur Bekämpfung von Rauchausbreitung oder zum Schutz von besonders leicht brennbaren Materialien gibt es effizientere Wege. Intelligente SmartFit® Sprinkler mit digitaler Anbindung an die Brandmeldezentrale ermöglichen automatisierten und intelligenten Brandschutz, der sich an den individuellen Bedarf anpassen lässt.
Komplexe automatisierte Logistikgebäude benötigen Hochleistungslöschkonzepte und Brandschutzanlagen, um sensible Materialien oder große Sachwerte zu schützen. Die Systeme müssen derart ausgelegt sein, dass sie auch in den automatisierten Bereichen für eine effiziente Brandbekämpfung sorgen – denn die Feuerwehr dringt in diese Bereiche im Brandfall aus Selbstschutz nicht vor. Diese Gemengelage kann jedoch dazu führen, dass die Löschanlage nicht allen Risiken gerecht wird. Die Folge: hohe Investitions- und Wartungskosten. Zudem kann ein zu großer Wassereintrag hohe wirtschaftliche Schäden nach sich ziehen, wenn beispielsweise hochwertige Güter durch das Wasser zerstört werden. Daher ist es von großer Bedeutung, Brandschutzsysteme so auszulegen, dass das Verhältnis zwischen den eingesetzten Löschmitteln und den zu erwartenden Auswirkungen auf das Gebäude und die gelagerten Mittel optimal ist.
Die Königsdisziplin des Brandschutzes
Je komplexer die Gebäudearchitektur und je schwerer zugänglich der zu löschende Bereich ist, umso schwieriger ist es, die Löschanlage optimal zu dimensionieren. Ein besonders extremes Beispiel stellen roboterbetriebene Würfellagersysteme dar, in denen Waren abmessungsoptimiert untergebracht werden, um den vorhandenen Platz optimal zu nutzen. Diese Lager sind i. d. R. für die Brandbekämpfung durch die Feuerwehr nicht zugänglich. Wenn dann noch leicht entzündliche oder explosive Materialien gelagert werden, stoßen herkömmliche Brandschutzsysteme an ihre Grenzen.
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| SmartFit® Sprinkler mit Ansteuerungsmodul Modul im Einsatz. |
Die Fire Protection Solutions Group bringt zu diesem Zweck die Vorteile der Digitalisierung und Automatisierung in den Brandschutz und die Sprinklertechnologie ein. Brandschutzsysteme auf Basis der sog. SmartFit® Sprinkler ermöglichen eine bidirektionale Kommunikation zwischen jedem individuellen Sprinkler und der Brandmeldezentrale. Nach Bedarf können die Sprinkler auf diese Weise gezielt elektrisch ausgelöst werden, um den Brandherd noch effektiver einzudämmen. Hierzu sendet die Brandmeldezentrale ein Signal an das Modul, welches anschließend durch einen elektrischen Impuls den Heizdraht, der auf dem Glasfässchen des Sprinklers aufgebracht ist, erhitzt, es so zum Platzen bringt und den Löschvorgang auslöst. In der Folge verkürzt sich die Reaktionszeit auf einen Brand deutlich. Zugleich sind ein präziseres Löschen und die effiziente Eindämmung von giftigen Gasen und Rauch möglich.
Automatisierte Sprinklerauslösung
Denn mit einem solchen System lassen sich automatisierte Löschmuster realisieren und Brände extrem genau orten. Auf diese Weise können beispielsweise spezifische Sprinklergruppen oder individuelle Sprinkler angesteuert werden, um gezielt Wasservorhänge zu schaffen. Diese dämmen die Rauchentwicklung ein und ermöglichen das bewusste Schaffen von Fluchtwegen, falls sich Menschen im sensiblen Bereich aufhalten. In jedem Fall wird deutlich weniger Wasser benötigt, um einen Brand schnellstmöglich zu löschen.
Durch die beidseitige Verbindung und Kommunikation der SmartFit® Sprinkler mit der Brandmeldezentrale ist beim ersten Auslösen eines Sprinklers sofort klar, wo das Feuer entsteht und wie es sich ausbreiten kann. Somit ist eine individuelle Reaktion auf jedes Brandereignis möglich. Hochentzündliche oder sonstige sensible Materialien in der Umgebung können durch gezieltes und schnelleres Auslösen von Sprinklern im Umfeld heruntergekühlt und die Entzündung somit verhindert werden. Herkömmliche, temperaturabhängige Sprinkleranlagen würden in einem solchen Szenario die umliegenden Sprinkler nicht auslösen. Zudem tritt bei klassischen Systemen häufig der sogenannte Skipping‑Effekt auf: Durch das kühlende Löschwasser des zuerst aktivierten Sprinklers sinkt die Temperatur in dessen Umgebung so stark ab, dass benachbarte Sprinkler ihre Auslösetemperatur nicht mehr erreichen und daher übersprungen werden.
Alle SmartFit® Sprinkler haben neben der elektrischen Auslösung die Möglichkeit, thermisch auszulösen – und das mit einem RTI-(Response-Time-Index-)Wert < 30 sogar schneller als der Industrie Standard Fast Response RTI < 50. Durch die geringe Ansprechzeit werden hohe Temperaturen vermieden, und gefährliche Pyrolyseprodukte wie brennbare Gase können erst gar nicht entstehen. So kann wertvolle Zeit für die Rettung von Menschenleben gewonnen werden.
Wirkprinzip eines SmartFit® Sprinklers
Möglich macht dies die elektrische Verbindung zwischen Sprinkler und Ansteuermodul. Diese Module können nicht nur den Löschvorgang über den Heizdraht des Glasfasses auslösen, sondern sind digital mit der Brandmeldezentrale verbunden und übermitteln sowohl den Betriebszustand des Sprinklers als auch eventuelle Brandsignale. Somit können remote fehlerhafte Sprinkler geortet werden und Wartungsfälle schnellstmöglich erkannt und Defekte behoben werden. Das maximiert die Sicherheit und Anlagenverfügbarkeit für Gebäudebetreiber.
Calanbau hat eine Vielzahl von elektrisch auslösenden SmartFit® Sprinklern im Portfolio, mit deren Hilfe sich hocheffektive intelligente Löschanlagen realisieren lassen. Kunden stehen verschiedene Sprinklertypen wie Flachschirm-, Conventional-, Schwerschaum-Seitenwand- oder Spray-Sprinkler zur Auswahl. Zudem wird aktuell ein ESFR-Sprinkler mit SmartFit® Glasfass entwickelt. Auch beim K-Faktor, der hängenden oder stehenden Montage und der gewünschten Auslösetemperatur sind eine Vielzahl an Konfigurationen verfügbar, sodass das Brandschutzsystem maximal an den notwendigen Wasserbedarf und die zu überwachenden Gegebenheiten angepasst werden kann.
Durch diese Individualisierung lassen sich auch alle vorgelagerten Systeme passgenau konfektionieren. Beispielsweise können Pumpen oder Wasserspeicher kleiner dimensioniert werden. Auch Rohrquerschnitte lassen sich auf diese Weise reduzieren. Die Anschaffungs- und Montagekosten dieser Komponenten sinken somit.
Für hochkomplexe Strukturen wie die eingangs erwähnten automatisierten und roboterbetriebenen Lagersysteme werden mit dieser Technolgie neue Wege für hocheffiziente Löschsysteme geschaffen. Die hängend oder stehend montierbaren Sprinkler mit flexiblen Sprühcharakteristiken gewährleisten die Realisierung von Löschanlagen, die genau am richtigen Ort in dem Maß löschen, wie es für das jeweilige Gebäude und zu schützende Material optimal ist.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass eine Brandschutzanlage mit Smart-Sprinkler-Technologie Brände schneller orten, automatisiert und hochpräzise bekämpfen und Kosten in der wasserführenden Löschinfrastruktur verringern kann. Menschenleben und große Sachwerte werden durch die minimale Ansprechzeit der Systeme und die intelligenten Löschmuster besser geschützt.
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| Einbau eines SmartFit® Sprinklers: Die elektrische Anbindung und präzise Integration ermöglichen eine gezielte, automatisierte Auslösung. © |
Herr Falk, wodurch unterscheidet sich der SmartFit® Sprinkler grundlegend von herkömmlichen Systemen?
Johannes Falk: Das Grundprinzip klassischer Sprinkler ist seit rund 150 Jahren unverändert: Sie lösen rein thermisch aus – also erst dann, wenn sie sich stark erhitzen. Mit SmartFit® gehen wir einen anderen Weg. Das System ermöglicht eine proaktive Aktivierung. Der Sprinkler muss nicht erst durch das Feuer heiß werden, um zu reagieren, sondern kann gezielt angesteuert werden.
Der Sprinkler allein ist also nicht „smart“ im klassischen Sinne?
Genau. Entscheidend ist das Zusammenspiel der Komponenten. Vergleichbar mit einer Smart-Home-Leuchte: Sie wird erst durch die Steuerung intelligent. Bei SmartFit® arbeiten Brandmelder, Löschsteuerzentrale, Ansteuermodule und optional weitere Sensoren zusammen. Erst dadurch entsteht ein intelligentes Gesamtsystem.
Der Nutzen von SmartFit® zeigt sich vor allem in der Anwendung. Können Sie ein Beispiel nennen, bei dem SmartFit® einen klaren Vorteil bietet?
SmartFit® lässt sich direkt in bestehende Nass-Sprinkleranlagen integrieren, etwa um Sprühflutfunktionen zu realisieren. Bei Neubauten können vorhandene Leitungen weiterverwendet werden – eine separate Sprühflutanlage mit zusätzlichem Rohrnetz ist oft nicht nötig. Das reduziert Kosten und Installationsaufwand erheblich.
Viele Betreiber fragen sich dabei insbesondere, wie gut sich neue Technologien in bestehende Strukturen integrieren lassen. Wie aufwendig ist die Nachrüstung in Bestandsgebäuden?
Die bestehende Anlage bleibt bestehen. Es werden lediglich die Sprinklerköpfe ausgetauscht und die Aktivierungsmodule an die vorhandene Brandmeldeanlage angebunden. Danach ist das System sofort betriebsbereit.
Ein Problem, das Betreiber klassischer Sprinkleranlagen immer wieder beschäftigt, ist der sogenannte „Skipping-Effekt“. Wie begegnet SmartFit® diesem Problem?
Klassische Systeme sind darauf angewiesen, dass jeder einzelne Sprinkler thermisch auslöst – dabei können durch ausgelöste Sprinkler die umliegenden gekühlt werden und eine Auslösung dieser Sprinkler verhindern. Gerade bei schnell wachsenden Bränden ein großes Problem. SmartFit® steuert gezielt mehrere Sprinkler gleichzeitig an. Dadurch wird die Brandfläche zuverlässig und sofort abgedeckt und eine Ausbreitung des Brandes verhindert.
Wie funktioniert diese „gezielte“ Auslösung technisch – ohne zu tief in die Elektronik abzutauchen?
Vereinfacht gesagt: SmartFit® arbeitet mit einer elektrischen Verbindung zwischen Sprinkler und Ansteuermodul. Darüber kann – je nach Konzept – ein gezielter Impuls den Heizdraht am Glasfass ansprechen und so den Auslösevorgang starten. Gleichzeitig ist das Modul mit der Brandmeldezentrale verbunden und übermittelt Status und Signalinformationen. Dadurch lässt sich das Brandereignis präziser erfassen und das System kann situationsgerecht reagieren.
Sie arbeiten eng mit dem US-Industriesachversicherer FM zusammen. Was ist Ziel dieser Kooperation?
Gemeinsam untersuchen wir, wo konventionelle Systeme an ihre Grenzen stoßen und wie SmartFit® dort unterstützen kann. Die Ergebnisse sollen in die FM Data Sheets einfließen und ermöglichen der Branche maßgeschneiderte Schutzkonzepte.
Entscheidend für die Akzeptanz neuer Systeme ist auch ihr Wartungs- und Betriebskonzept. Wie sieht es mit Wartung und Betrieb beim SmartFit® Sprinkler aus?
Der Sprinkler selbst bleibt wartungsfrei. SmartFit® überwacht sich selbst und meldet frühzeitig, wenn Komponenten ausgetauscht werden sollten. Betreiber können damit vorausschauend handeln.
Johannes Falk ist Projektleiter im Produktmanagement bei der Fire Protection Solutions Group.
Weitere Informationen unter: www.fire-protection-solutions.com/smartfit [Werbelink]
Kontakt zum Unternehmen:
CALANBAU Brandschutzanlagen GmbH
Fire Protection Solutions Group
Wenderter Straße 12
31157 Sarstedt
Tel.: +49 5066 808-0
E-Mail: info@fire-protection-solutions.com
Die CALANBAU Brandschutzanlagen GmbH ist eine Gesellschaft der Fire Protection Solutions Group.
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| Siebtrommel in einer Recyclinganlage: SmartFit® Sprinkler ermöglichen gezielten Brandschutz für leicht entzündliche Materialien wie Abfälle. |


