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"REACH-Verordnung wird angepasst: Eindeutigere Regeln für Nanomaterialien"


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Um Beschäftigte, die an ihrem Arbeitsplatz einem Gesundheitsrisiko aufgrund von hergestellten Nanomaterialien ausgesetzt sind, besser zu schützen, wird die REACH-Verordnung angepasst. Künftig sollen im Rahmen einer Registrierung detailliertere Daten für Nanomaterialien angefordert werden.

REACH-Verordnung: Neuerung bei Registrierung von Nanomaterialien 

Nanomaterialien gehören von Beginn an zum Geltungsbereich der REACH-Verordnung, nur mussten bisher die besonderen Eigenschaften dieser Chemikalien nicht separat nach den REACH-Anforderungen betrachtet werden. Dies wird nun geändert, nachdem der REACH-Regelausschuss Anfang Mai 2018 die Anpassung der Chemikalien-Verordnung beschlossen hat. 

Für Nanomaterialien sollen künftig im Rahmen der REACH-Registrierung speziellere Daten angefordert werden, um zusätzliche Risikobewertungen hinsichtlich der Gefahren für Beschäftigte und Umwelt durchführen zu können. Diese Möglichkeit hatten Registranten bisher auch schon, nur eben nicht verpflichtend. 

Aus diesen speziell für Nanomaterialien eingereichten Informationen können dann weitere Erkenntnisse bezüglich der möglichen Exposition, potenziellen Gefährdungen und Auswirkungen dieser Stoffe gezogen werden. 

Ab wann gilt die überarbeitete Verordnung?

Entsprechend geändert werden die betroffenen Anhänge zur REACH-Verordnung. Diese sollen ab dem 1. Januar 2020 gelten. Welche Änderungen sich konkret ergeben, können Arbeitgeber und Gefahrstoffbeaufragte im „REACH-Handbuch“ nachlesen. 

Neue WHO-Leitlinie zur sicheren Arbeit mit Nanomaterialien 

Nachdem die Nanotechnologie weltweit an Bedeutung gewinnt, hat auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die internationale Leitlinie zur sicheren Arbeit mit Nanomaterialien „WHO Guidelines from potential risk on protecting workers of manufactured nanomaterials“ veröffentlicht. 

Die WHO-Leitlinie richtet sich an Gesetzgeber sowie Fachspezialisten aus dem Bereich Arbeitsschutz und will auch Arbeitgeber sowie Beschäftigte beim sicheren Umgang mit Nanomaterialien unterstützen. 

Was sind Nanomaterialien? – Definition 

Bei Nanomaterialien handelt es sich um chemische Stoffe oder Materialien im Nano-Bereich. Diese Chemikalien besitzen eine Partikelgröße von 1 bis 100 Nanometer (nm) in mindestens einer Dimension. Nanomaterialien weisen eine größere spezifische Oberfläche je Volumen auf als vergleichbare Materialien ohne Merkmale im Nano-Bereich und besitzen entsprechend andere Eigenschaften.

Die physikalisch-chemischen Eigenschaften dieser Nanopartikeln können demnach von den Eigenschaften der Stoffe in Bulkform oder Partikeln mit größeren Maßen abweichen. Nanomaterialien sind z. B. in Batterien, Kosmetikprodukten oder Lebensmitteln enthalten. 

Die ECHA übernimmt als Grundlage der Definition, welche Stoffe als Nanomaterialien bezeichnet werden, die Empfehlung der Kommission vom 18.10.2011. 

Quellen: „REACH-Handbuch“, ECHA

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REACH Gefahrstoffe WHO

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