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"Hygiene in Schulen und Kitas: Aufbau und Inhalte von Hygieneplänen"


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Seit Jahren werden die schlechten hygienischen Bedingungen in Bildungseinrichtungen, insbesondere in Schulen, beanstandet. Bei Kontrollen der Gesundheitsämter in Mecklenburg-Vorpommern ist sogar jede zweite Schule durchgefallen. Ein gut ausgearbeiteter Hygieneplan ist ein Anfang, um solche Missstände zu reduzieren.

Medienberichte bemängeln Hygiene in Schulen und Kitas

Seit Monaten berichten Medien von katastrophalen Hygienezuständen an deutschen Schulen. In der Berliner Morgenpost erzählt die Mutter eines Zweitklässlers, dass die Kinder den ganzen Tag in der Ganztagsschule verbringen würden, ohne etwas zu trinken. Und das nur, weil sie die Ekel-Toilette an ihrer Schule meiden wollen. 

Dasselbe Problem in Düsseldorf: Fünftklässler gehen laut NRZ lieber in eine nahe gelegene Gaststätte auf die Toilette oder gar nicht, bevor sie das Schulklo aufsuchen.

RP-Online berichtet über eine Kita-Leiterin aus dem Düsseldorfer Raum, die sogar eine Infektion der Kinder durch Noro-Viren befürchtet, weil die Sanitätsräume so unhygienisch sind. 

Die Pressesprecherin der Stadt Essen warnt im Lokalkompass vor Madenwürmern, die wieder "haufenweise" kommen würden. 

Die Berichte zeigen, dass mangelnde Hygiene zu einem ernst zu nehmenden Problem an deutschen Schulen geworden ist. Es geht nicht mehr nur um Gestank und Schmutz, sondern um die Gesundheit der Kinder

Dabei ist jede Schule und jede Kita verpflichtet, die Hygiene nicht aus dem Blick zu verlieren, indem ein Hygieneplan erstellt und befolgt wird. Wenn Sie bei der Erstellung eines Hygieneplans oder Durchführung der Hygienekontrollen Hilfe benötigen, unterstützt Sie das Werk "Hygienemanagement in Bildungseinrichtungen" dabei. 

Aufbau und Inhalte von Hygieneplänen

Der Hygieneplan ist für Gemeinschaftseinrichtungen nach § 36 Infektionsschutzgesetz (IfSG) Pflicht. Er regelt die betriebliche Praxis im Alltag und unterscheidet sich in Art und Umfang je nach Nutzung der jeweiligen Einrichtung. Vor der Erstellung eines Hygieneplans ist es deshalb notwendig, vorab zu klären, welche Inhalte überhaupt relevant sind. Je größer eine Einrichtung ist, desto detaillierter sollte der Hygieneplan sein. 

Folgende Basisinformationen müssen für die Erstellung eines Hygieneplans vorliegen: 

  • mögliche Infektionsgefahren in der Einrichtung
  • Bewertung der Risiken für Mitarbeiter und Kinder
  • alle hygienerelevanten Tätigkeiten und Abläufe in der Einrichtung
  • Verpflegungskonzept
  • Reinigungs- und Desinfektionspläne
  • persönliche Hygiene der Mitarbeiter
  • Alle Bereiche der Nutzung müssen erfasst werden.
  • Wird das Objekt zusätzlich von Vereinen oder weiteren Institutionen genutzt, müssen entsprechende Standards ausgearbeitet werden. 

Auf dem Hygieneplan muss vermerkt werden, wann der Plan erstellt bzw. zuletzt aktualisiert wurde. Denn Hygienepläne müssen immer aktuell gehalten werden

Hygieneplan: der Anhang  

Hygienepläne haben in der Regel einen Anhang, der sich wiederum an die individuellen Ansprüche einer Einrichtung anlehnt. Solche Dokumente können z. B. sein: 

  • Reinigungs- und Desinfektionspläne (Gliederung: Was? Womit? Wie oft? Wann? Wer?)
  • Nachweisdokumente (z. B. Ersteinweisung neue Mitarbeiter, Schulungsnachweise)
  • Kontrollprotokolle (Temperaturkontrollen, Wäschewechsel, Aufbereitungsnachweise etc.)
  • Checklisten

Nachweisdokumente und Kontrollprotokolle dokumentieren die Umsetzung des Hygieneplans und können im Haftungsfall eine wichtige Rolle spielen

Quelle: "Hygienemanagement in Bildungseinrichtungen" 

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