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"Neue Reformen zur Lehrerausbildung"


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"Auf den Lehrer kommt es an": Diese Erkenntnis ist nicht neu. Aber gerade in letzter Zeit wird die Funktion und die Rolle von Lehrerinnen und Lehrern für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt.

Das Ergebnis sind neue Reformen und Tendenzen für eine Änderung der Lehrerbildung. Doch welche Effekte und auch Verpflichtungen bringen diese für Schulleitungen mit sich?

Die Bildung für morgen sichern

In vielen Bundesländern gibt es derzeit eine Reform der Lehrerausbildung für alle Schularten. Grund für neue Reformen liegt wohl in den Erfahrungen mit Inklusion, der Notwendigkeit des Umgangs mit digitalen Medien und einer stärkeren Kompetenzorientierung neuer Lehrpläne. Mit landesspezifischer Akzentsetzung konzentrieren sich die Länder unter anderem auf folgende Maßnahmen zur Reform der Lehrerbildung:

  • eine stärkere Praxisorientierung während der Ausbildung
  • mehr Hilfen für Inklusion und den Umgang mit Vielfalt im Klassenzimmer 
  • Praxishilfen für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien 

Zuletzt hat NRW verkündet, dass die Lehrerausbildung reformiert werden soll: Das Landeskabinett hat im Mai 2015 die Weiterentwicklung der Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen auf den Weg gebracht und einen Referentenentwurf für eine Änderung des Lehrerausbildungsgesetzes zur Verbändebeteiligung gebilligt. Schulministerin Sylvia Löhrmann erklärte: "Mit dem vorliegenden Referentenentwurf richten wir die Lehrerausbildung behutsam und konsequent auf die Zukunft aus."

Die Bedeutung für die Schulleitung
Welche Wirkung diese Reformen für die Lehrerbildung haben werden wird sich zeigen müssen. Einige Konsequenzen und Verpflichtungen für Schulleiter aber lassen sich vielleicht bereits heute ableiten:

  • Weiterhin erweisen sich für die Qualität und nachhaltige Wirksamkeit der Ausbildung die ersten drei bis fünf Jahren nach dem theoretischen Teil als entscheidend. Dieser Phase muss weiterhin besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden; nicht als zusätzliche Verlängerung der Ausbildung, sondern als besondere Begleitung, Unterstützung und Reflexion des Berufsanfangs. Das verlangt besondere Formen des Coachings von und mit Berufsanfängern. Hier sind vor allem die Schulleitungen gefordert.
  • Schule von heute und morgen braucht Lehrkräfte, deren Aus- und Weiterbildung zu keinem Zeitpunkt die eigentliche Zielgruppe, nämlich die Kinder und Jugendlichen und deren Bildung zu leistungsstarken und der Menschenwürde verpflichteten Bürgerinnen und Bürgern, ausblendet. Dieser Gedankenansatz findet in Änderungen der Lehrerbildung derzeit besondere Bedeutung. Davon kann jeder Schulleiter mit entsprechend ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern nur profitieren. Vielleicht gelingt es sogar, in Teamarbeit des gesamten Kollegiums gemeinsame Umsetzungsmöglichkeiten etc. zu erarbeiten und dabei an das vorhandene Wissen neuer Lehrer anzuknüpfen.
  • Interne Evaluation durch die Schulleitung könnten die Veränderung und Verbesserung der Lehrerbildung verlässlich absichern und Konsequenzen ableiten.
  • Stehen dienstliche Beurteilungen bei Junglehrern an, kann einem entsprechenden Vorwissen aus der Lehrerausbildung besondere Bedeutung zugemessen und entsprechend formuliert werden. 

Viele Informationen für die richtige Betreuung von Junglehrern und Praktikanten, aber v. a. auch Hilfen für dienstliche Beurteilung sind zu finden in: "Dienstliche Beurteilungen und Leistungsberichte in der Schule schnell und sicher erstellen".

 

 

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