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"BAuA: Mehr als ein Viertel der tödlichen Arbeitsunfälle sind Absturzunfälle"


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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wertet jährlich Meldungen über tödliche Arbeitsunfälle statistisch aus. Für den Zeitraum 2009 bis 2016 liegt nun das Ergebnis vor. Die Bundesanstalt will mit dem Faktenblatt zur Reduzierung von Absturzunfällen beitragen.

BAuA: tödliche Arbeitsunfälle durch Abstürze in Zahlen

Zwischen 2009 und 2016 gingen 1499 Meldungen über tödliche Arbeitsunfälle bei der BAuA ein. Mehr als ein Viertel dieser Arbeitsunfälle sind Absturzunfälle (423 Fälle), wie die Bundesanstalt berichtet. Das heißt: 28,2 % der tödlich verunfallten Personen sind von Gerüsten, Leitern, Bauwerkdächern oder Maschinen gestürzt.

  • 136 der 423 tödlich Verunfallten fielen von bzw. durch Bauwerksdächer.
  • 107 der tödlich Verunfallten stürzten durch nicht tragfähige Bauteile, wie Lichtbänder oder Dachplatten.
  • In 59 Fällen waren Leitern und Tritte an den tödlichen Arbeitsunfällen beteiligt.

34,9 % (147 Fälle) der Verunfallten stürzten aus fünf bis zehn Meter Höhe. In 49 Fällen passierte der tödliche Sturz aus weniger als zwei Meter Höhe.

In diesen Berufsgruppen kommt es laut BAuA am häufigsten zu tödlichen Abstürzen

Diese Berufsgruppen sind laut der Auswertung der BAuA am häufigsten von tödlichen Abstürzen betroffen:

  • Fertigung und Montage (106 Arbeitsunfälle)
  • Demontage (52 Arbeitsunfälle)
  • Transport (40 Arbeitsunfälle)

64,7 % der von der BAuA erfassten tödlichen Arbeitsunfälle durch Abstürze ereigneten sich überwiegend auf Baustellen.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen gemäß ArbSchG handeln

Die BAuA stellte fest, dass in 298 der 423 ausgewerteten Absturzunfällen gegen die Vorschriften des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verstoßen wurde.

Gemäß § 15 ArbSchG ist es die Pflicht von Beschäftigten, für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu sorgen. Dazu gehört, Schutzausrüstung zu tragen. Bei 73 Unfällen missachteten die Verunfallten dies.

Zu den Pflichten des Arbeitgebers gehört es gemäß ArbSchG, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen, sie kontinuierlich fortzuschreiben und zu dokumentieren. Die BAuA hat ausgewertet, dass in 237 der 423 Fällen zwar eine Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG vorlag, diese in 114 Fällen jedoch unvollständig bzw. in 113 Fällen nicht an aktuelle Änderungen angepasst war.

Wenn Sie als Arbeitgeber bei Ihrer nächsten Gefährdungsbeurteilung rechtskonform handeln wollen, bestellen Sie die "Prüf- und Dokumentationsmappe: Gefährdungsbeurteilungen". Darin enthaltene Arbeitshilfen, Formulare und Checklisten werden Ihnen die nächste Gefährdungsbeurteilung ernorm erleichtern.

Quelle: BAuA

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