Teures Baumaterial: Preisentwicklung 2022, Rückblick und Prognosen

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Das Jahr 2021 verbuchte enorme Preissteigerungen im Bereich Baumaterial. Diese Preisentwicklung wird sich 2022 teils fortsetzen. Doch was waren die Auslöser für das sprunghafte Ansteigen der Baustoffpreise, insbesondere bei der Entwicklung der Holzpreise? Mit welcher Baumaterial-Preisentwicklung ist 2022 zu rechnen und wie können sich Bauleiter vertraglich bzw. rechtlich absichern?

Inhaltsverzeichnis

  1. Wieso gab es in 2021 massive Preissteigerungen bei Baustoffen?
  2. Rück- und Ausblick auf Baumaterial-Preisentwicklungen bis 2022
  3. Tipps für Bauleiter: So können sie sich zur Baumaterial-Preisentwicklung für 2022 absichern

Wieso gab es in 2021 massive Preissteigerungen bei Baustoffen?

Im Jahr 2021 verzeichnete die Baumaterial-Preisentwicklung einen enormen Anstieg. Die wichtigsten Ursachen für die stark erhöhten Baustoffpreise sind:

  • Zunächst reduzierte Kapazitäten der Erzeuger im Zuge der Corona-Pandemie.
  • Eine sprunghaft erhöhte Nachfrage, die die vorhandenen Ressourcen überstiegen.
  • Zusätzliche Lieferengpässe bei verschiedenen Rohstoffen, u. a. Holz und Stahl.

In einer Pressemitteilung erwähnt das Statistische Bundesamt (Destatis) den Basiseffekt durch die befristete Mehrwertsteuer als zusätzlichen Treiber der Baumaterial-Preisentwicklung. Im Jahr 2022 werden diese Faktoren aller Voraussicht nach weiterhin spürbar sein.

Rück- und Ausblick auf Baumaterial-Preisentwicklungen bis 2022

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie vergleicht einige Beispiele steigender Preise von Oktober 2020 und Oktober 2021. Hier zeigt sich die Baumaterial-Preisentwicklung 2021 besonders deutlich:

Baustoff Preissteigerung um
Betonstahl in Stäben 68,5 %
Bitumen 46,4 %
Kupfer 31,5 %

Tabelle 1: Baumaterial Preisentwicklung bis Oktober 2021 binnen eines Jahres.

Warum ist Holz so teuer?

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Einen besonders starken Anstieg verzeichnet die Entwicklung des Holzpreises. Für Bauleiter entstehen finanzielle und rechtliche Herausforderungen durch so unvorhersehbar hohe Steigerungen in der Baumaterial-Preisentwicklung. Wie Sie sich für 2022 und darüber hinaus absichern, zeigt die Online-Schulung „Rechtssicherer Umgang mit Materialpreissteigerungen am Bau“.
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Holz wird immer beliebter – als Rohstoff und Baumaterial. Seine Preisentwicklung 2021 explodierte regelrecht: Die Kosten für Konstruktionsvollholz stiegen innerhalb eines Jahres um 83,3 %. Dies hatte mehrere Gründe:

  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der das Klima schont und sich durch Beständigkeit auszeichnet. Damit werden Bauholz und Bauprodukte auf Holzbasis immer gefragter.
  • Während der Ausgangsbeschränkungen stieg das Interesse an Holzarbeiten bei Renovierungen, im Garten oder für andere Projekte rasant an.
  • Nicht nur beim Holz, sondern bei Baustoffen allgemein herrschte eine steigende Rohstoffpreisentwicklung 2021.
  • Anhaltende Waldbrände überall auf der Welt vernichteten große Holzbestände. Dies verstärkte die ohnehin hohe Nachfrage nach deutschen und europäischen Hölzern zusätzlich, beispielsweise in den USA und China.
  • Die gestiegene Nachfrage hatte einen unmittelbaren Einfluss auf die Entwicklung der Holzpreise. Sie stiegen auch durch die Bereitschaft großer Auftraggeber, für das bereits teure Holz noch mehr zu bezahlen. Längst nicht alle konnten so den Fortschritt auf ihren Baustellen sicherstellen.

Die extreme Baumaterial-Preisentwicklung wurde beim Rohstoff Holz besonders deutlich. Dies stellt Bauleiter in bestehenden wie auch zukünftigen Bauprojekten im Inland und im Ausland vor enorme Herausforderungen. Ein rechtssicherer Umgang mit Materialpreissteigerungen am Bau ist unverzichtbar. Das gilt insbesondere im Hinblick auf vertragliche Vereinbarungen und veränderte Ausführungsbedingungen für Bauleistungen.

Laut Expertenmeinung haben die Holzpreise 2021 im Sommer ihren Höhepunkt erreicht. Eine mittel- und langfristige Holzpreisprognose ist jedoch schwierig, u. a. aufgrund des russischen Exportverbots ab 01.01.2022. Die Baumaterial-Preisentwicklung 2022 wird zudem ebenfalls beeinflusst werden von Faktoren wie:

  • Erhöhte Nachfrage nach Holz als klimafreundliche Alternative.
  • Entwicklung der Bauwirtschaft in Asien, insbesondere in China.

Wie entwickeln sich die Stahlpreise 2022?

Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf die Stahlindustrie aus. Zentrale Gründe für die gestiegenen Stahlpreise sind:

  • Zunächst stark gesunkene Nachfrage, etwa in der Automobilindustrie.
  • Gesenkte Stahlproduktion im Zuge der folgenden Kurzarbeit.

Auch hier stieg die Nachfrage schneller an, als die Stahlproduktion wieder hochgefahren werden konnte. Im Hinblick auf die Baumaterial-Preisentwicklung 2022 gehen jedoch Branchen- und Börsen-Experten von sinkenden Werten aus. Gründe hierfür sind zunehmende Stahlimporte sowie hohe Lagerbestände.

Warum ist Bitumen teurer geworden, Asphalt jedoch nicht im gleichen Maß?

Im Vergleich zu den bisherigen Beispielen zeichnete sich die Preisentwicklung bei Asphalt und Bitumen nicht so klar ab. Die Preise für Bitumen aus Erdöl stiegen – nach den Holzpreisen – am zweitstärksten an. Dass das Abdichtungsmaterial um rund 64 % teurer wurde, hängt mit den gestiegenen Erdölpreisen zusammen.

Die Preissteigerung für Asphalt war jedoch längst nicht so stark ausgeprägt, denn:

Wie entwickeln sich die Dachziegel-Preise aktuell?

Die verschiedenen Ziegelarten kommen bei nahezu jedem Hausbau zum Einsatz. Im Vergleich zu vielen anderen Baustoffen verzeichnet die aktuelle Preisentwicklung in diesem Bereich nur einen leichten Anstieg. Dieser lag bei den Dachziegelpreisen bei 2,2 %.

Tipps für Bauleiter: So können sie sich zur Baumaterial-Preisentwicklung für 2022 absichern

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Bauleiter sind auf einen rechtssicheren Umgang mit kurzfristig veränderten Ausführungsbedingungen für Bauleistungen angewiesen. Praxistipps rund um vertragliche Vereinbarungen, Argumentation, Abrechnung und Handlungssicherheit erhalten sie mit dem Praxisbuch „Abrechnung und Vergütung von Bauleistungen“.
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Diese vier oben genannten Beispiele von Baustoffen und ihren Preisen zeigen einen Trend auf, der sämtliche Bereiche der Baupraxis prägt. Die horrend gestiegenen Preise für Baustoffe sind teilweise, jedoch nicht ausschließlich, auf die Rohstoffpreisentwicklung 2021 zurückzuführen. Für Baustoffhersteller ergaben sich finanzielle Herausforderungen durch lange im Voraus vereinbarte Bau- und Lieferverträge. Darin festgesetzte Preise ließen sich in der Beschaffung kaum einhalten, ohne auf den höheren Kosten sitzen zu bleiben.

Damit beeinflusst die angestiegene Baumaterial-Preisentwicklung auch 2022 Auftraggeber und Bauleiter, z. B. im Hinblick auf:

  • Einkalkulierte Vertragspreise, die nicht mehr gehalten werden können.
  • Lieferengpässe, die den gesamten Bauablauf behindern.
  • Ggf. unvermeidliche Änderungen in der Bauausführung.

Aller Voraussicht nach werden sich die Unsicherheiten im Hinblick auf die Baumaterial-Preisentwicklung 2022 fortsetzen.

Für aktuelle und kommende Bauprojekte benötigen Bauleiter fundierte Grundlagen und zuverlässige Ressourcen, auf die sie schnell zugreifen können. In der Online-Schulung „Rechtssicherer Umgang mit Materialpreissteigerungen am Bau“ erhalten Bauleiter alle wichtigen Antworten rund um:

  • nicht kalkulierbare Preissteigerungen
  • sich verändernde Ausführungsbedingungen für Bauleistungen
  • aktuelle Rechtsprechung, Gesetzestexte und Grundsatzurteile

Erfahren Sie jetzt, wie Sie unerwartete Herausforderungen effizient lösen – insbesondere im Hinblick auf kurzfristig veränderte Bedingungen, die Beschaffung von Baumaterial, die Preisentwicklung 2022 und darüber hinaus:

Quellen: Online-Schulung „Rechtssicherer Umgang mit Materialpreissteigerungen am Bau“, „Abrechnung und Vergütung von Bauleistungen“, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

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