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"Paradebeispiel für mehrgeschossigen Holzbau – Wohnhaus mit Kita und Gewerbe in Freiburg im Breisgau"


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Paradebeispiel für mehrgeschossigen Holzbau – Wohnhaus mit Kita und Gewerbe in Freiburg im Breisgau

© Martin Granacher

Das Land Baden-Württemberg beschreitet mit seiner Holzbauoffensive bereits einen engagierten Weg in Richtung klimagerechtes Bauen mit Holz. Speziell Freiburg im Breisgau gilt zudem als frühe Vorreiterin für ökologisches Bewusstsein. Sieben Geschosse komplett in Holzbauweise markieren hier nun einen weiteren Meilenstein, der in Deutschland so kaum zuvor realisiert wurde. Der Neubau des ersten FSC-zertifizierten Gebäude Deutschlands belegt, wie eine frühzeitig koordinierte Planung, Vorfertigung und die richtige Komponentenwahl zu einem klugen Gesamtkonzept für Wohnen, Kita und Gewerbe beitragen können. Ihren Anteil daran trägt die Holzfaserdämmplatte GUTEX Pyroresist, die die brandschutztechnischen Anforderungen an einen schwer entflammbaren Dämmstoff erfüllt und den ökologischen Grundgedanken im Projekt „Buggi 52“ konsequent fortführt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Vielfältige Nutzung mit Fokus Mensch
  3. Hoher Vorfertigungsgrad der Holzbauelemente
  4. Holzfaserdämmung an den Außenwänden
  5. Bautafel

Einleitung

In der Bugginger Straße 52 am Else-Liefmann-Platz im Freiburger Stadtteil Weingarten entstand anstelle eines eingeschossigen Supermarktes aus den 1960er Jahren ein zukunftsweisendes Projekt, das den Holzbau auch für mehrgeschossige Gebäude zu einer wahren Alternative gegenüber konventionellen Bauweisen werden lässt.

Weissenrieder Architekten planten im Auftrag der Eigentümer IG Klösterle und auf Grundlage eines gemeinwohl- und ökologisch orientierten städtebaulichen Konzepts das besondere Nachverdichtungsprojekt. Denn die Konstruktion von sieben Geschossen oberhalb des massiven Sockels ist inklusive den Erschließungskernen für Treppen und Aufzüge in Holz errichtet, genauer in größtenteils vorgefertigter Holztafelbauweise.

Die Ausführung übernahm das Unternehmen Holzbau Bruno Kaiser GmbH. Für die tragenden Deckenbauteile kamen materialeffiziente Brettsperrholz-Elemente von Lignotrend zum Einsatz, die zwischen den Wohnetagen für außerordentlich guten Schallschutz sorgen. Beide Unternehmen sind wie GUTEX im Schwarzwald verwurzelt und stehen für einen innovativen, nachhaltigen Holzbau, der sich durch eine hohe Präzision, schnelle Ausführung sowie attraktive und gesunde Raumatmosphäre auszeichnet. 

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Die vorgehängte hinterlüftete Fassade ist mit einer Holzlattung bekleidet. Durchgängige Blechbänder markieren die Geschosslinien und verhindern den Brandüberschlag. Hinter der Fassade dämmt die schwerentflammbare Holzfaserdämmplatte GUTEX Pyroresist. 
© Martin Granacher

 Vielfältige Nutzung mit Fokus Mensch

Nicht nur im Quartier zieht das bis knapp unterhalb der Hochhausgrenze emporragende Gebäude Aufmerksamkeit auf sich – und Menschen explizit an. Das ausgedehnte Erdgeschoss nimmt einen neuen, weit größeren Supermarkt auf als zuvor, der fortan einen wichtigen Beitrag zur Stadtteilversorgung leistet.

Die Sockelebene ist ebenso wie das Untergeschoss, in dem sich Lagerräume für den Supermarkt, Kellerräume und Fahrradstellplätze befinden, in Stahlbeton ausgeführt. Das erste Obergeschoss, das bereits komplett auf der Holztragstruktur beruht, dient dem Quartier in Form einer dreizügigen Kindertagesstätte.

Den jungen Nutzerinnen und Nutzern bietet sich dabei auf Teilen des Supermarktdaches eine großzügige, begrünte Frei- und Spielfläche. Oberhalb der Kita türmen sich weitere sechs Geschosse mit insgesamt 30 Wohneinheiten. Diese sind überwiegend barrierefrei und mit unterschiedlichen Grundrissen konzipiert. Sie stehen nicht nur dem freien Markt zur Verfügung, sondern bieten auch geförderten Wohnraum. Personen aus Notunterkünften oder betreute Gruppen sollen ebenso zu den Bewohnerinnen und Bewohnern zählen, was den sozial orientierten Ansatz weiter unterstreicht.

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Auch in den Innenräumen betonen Holzbeläge an Decken und Böden sowie die Lärchenholzfenster den naturnahen Konstruktionsansatz.
© Martin Granacher

Hoher Vorfertigungsgrad der Holzbauelemente

Auch die außen und innen sichtbaren Flächen präsentieren sich größtenteils im Naturmaterial Holz. Die Außenwände hüllt eine Verschalung mit vertikal ausgerichteten Hölzern, die Fenster sind aus Lärchenholz gefertigt. Lediglich an einer Seite des Gebäudes, an der die Feuerwehr nicht mit der Drehleiter operieren kann, ist die Fassade farbgleich mit Aluminium bekleidet.

Das Gebäude weist einen hohen Vorfertigungsgrad auf, was den Bauprozess vor Ort enorm begünstigte und entsprechend witterungsunabhängiger machte. Die Wände sind inklusive des gesamten Fassadenaufbaus und der Dämmung, den Fenstern, dem Sonnenschutz und den Verblechungen in der Montagehalle entstanden. Die 3,5 Tonnen schweren Elemente wurden auf die Baustelle transportiert und in kürzester Zeit errichtet. So konnte pro Woche ein ganzes Geschoss entstehen.

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Die Holzbauelemente samt Wärmedämmschicht aus GUTEX Holzfaserplatten wurden in der Montagehalle vorgefertigt.
© Martin Granacher

Holzfaserdämmung an den Außenwänden

Die sich aus der Gebäudehöhe und dem verwendeten Konstruktionsmaterial ergebenden Herausforderungen begegneten alle an Planung und Bau beteiligten Gruppen mit entschiedenem Engagement. Bauherr, Architekten sowie das ausführende Unternehmen standen hinter dem besonderen Konzept und konnten schließlich nach intensiven Abstimmungsprozessen mit Genehmigungsbehörden, Stadtplanung und Feuerwehr den innovativen Holzbau realisieren.

Der von Grund auf ökologischen Prämisse diente auch die zeitgleiche Markteinführung eines innovativen Produkts. Mit der schwer entflammbaren und zugleich nicht glimmenden Holzfaserdämmplatte GUTEX Pyroresist erhielt das in KfW-Standard Effizienzhaus 55 ausgeführte Gebäude eine nachhaltige Außendämmlösung. Die in der Fassade bis Gebäudeklasse 5 geeignete Wärmedämmung des Schwarzwälder Herstellers GUTEX ergänzt damit das durchweg innovative Holzbauprojekt. Durch diverse Brandversuche konnte die Eignung der ökologischen Holzfaserdämmung bestätigt und die Bedenken der Feuerwehr ausgeräumt werden. Zudem verhindern Blechabkantungen in jedem Geschoss den Brandüberschlag.

Nachdem genau hier, am Else-Liefmann-Platz, vor gut zehn Jahren die erste Hochhaussanierung Deutschlands im Passivhausstandard vorgenommen wurde, ebnet nun das insgesamt 22 Meter hohe Buggi 52 samt seinen sieben Geschossen aus Holz den weiteren Weg für eine ökologische, ressourcenschonende und klimafreundliche Architektur.

Bautafel

Projekt: Wohnhaus mit Kita „Buggi 52“, Freiburg im Breisgau

Bauherr: IG Klösterle

Architektur: Weissenrieder Architekten BDA, Freiburg im Breisgau

Projektentwickler: Sutter3

Generalunternehmen Holzbau: Holzbau Bruno Kaiser GmbH, Bernau im Schwarzwald

Holzbaustatik: Die Holzbauingenieure, Titisee-Neustadt

Holzfaserdämmung: GUTEX Pyroresist, schwer entflammbare Holzfaserdämmplatte 80 mm

Fotos: Martin Granacher

Weitere Infos unter: www.gutex.de [Werbelink]

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