Nachhaltige Quartierslösungen: Aufwand minimieren und Baukosten senken

© Rainer Geue

Die Planung und Realisierung von modernen Quartieren erfordert von Quartiersentwicklern viel Aufwand bei der Koordination der unterschiedlichsten Dienstleister und Akteure. Abhilfe schafft die Zusammenarbeit mit Spezialisten, die viele Leistungen für nachhaltige Quartiere aus einer Hand anbieten. Wie beispielsweise EWE.

Welche Leistungen lassen sich in einer Quartierslösung bündeln?

Für eine zukunftsweisende Energie-, Telekommunikations- und E-Mobilitätsversorgung plant und organisiert ein Full-Service-Anbieter die komplette Infrastruktur. Er installiert eine Wärmeversorgung auf dem neuesten Stand der Technik, und zwar nach den Primärenergiefaktor-Vorgaben, die das Bauprojekt erfordert.

Kommt zum Beispiel ein zentrales Blockheizkraftwerk (BHKW) zum Einsatz, ist zusätzlich zu den Anschlussleitungen ein Nahwärmenetz mit Übergabestationen nötig, über die die einzelnen Wohn- und/oder Gewerbeeinheiten versorgt werden. Und, um im Beispiel zu bleiben: Auch für den mit dem BHKW über Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten Strom wird eine zentrale Infrastruktur geschaffen, über die die einzelnen Gebäude des Quartiers angeschlossen werden.

Außer diesen Anschlüssen ans Energienetz brauchen die Gebäude keine weitere Technik zur Energieerzeugung mehr. Ein digitales Energiemanagement regelt, wann der Strom eigengenutzt und wann er an der Strombörse vermarktet wird. Als Ergänzung gehören selbstverständlich auch Photovoltaik- und Speicherlösungen, mit denen sich die Energieautarkie von Quartieren erhöhen lässt, zu einem echten All-in-One-Angebot dazu. Bei der Erarbeitung einer Energie-Quartierlösung sollte technologiefrei vorgegangen werden. Das heißt für Quartierskonzepte sollte immer die, je nach Bedarf und Gegebenheiten vor Ort, am besten passende Energieerzeugung gewählt werden: ob BHKW oder Wärmepumpe, ob Solarthermie und/oder Photovoltaik, ob mit oder ohne Speicherlösung.

Auch eine Kälteversorgung kann in ein solches Netz eingebunden werden. Zur ganzheitlichen Infrastrukturentwicklung eines Quartiers gehören darüber hinaus Glasfaserleitungen für eine schnelle und ausbaufähige Internetanbindung, flächendeckendes, sicheres WLAN und nicht zuletzt auch eine ausreichende Anzahl an Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Mit attraktivem Contracting Baukosten senken

Es lohnt sich, die Partnerschaft mit der Fertigstellung der Immobilien nicht enden zu lassen, sondern in Form eines Wärme-Contractings fortzuführen, wie sie z.B. EWE anbietet. Denn gerade für Quartiere hat sich das Contracting als ein besonders zukunftsfähiges und günstiges Modell erwiesen.

Das Prinzip: Der Dienstleister plant und installiert im Zuge der Quartiersplanung eine maßgeschneiderte Energielösung. Doch damit nicht genug: Er finanziert und betreibt sie auch hinterher als Contractor. Für einen Bauträger bzw. Bauherrn bedeutet das, er muss sich nicht um den Bau von Heizung und Schornstein kümmern. Er hat keine Kapitalbindung, kein Risiko. Die Baukosten verringern sich entsprechend. Mit dem Verkauf der Immobilien an die Endkunden schließen diese einen Vertrag mit dem Dienstleister und kaufen somit die fertige Energie aus der zentralen Erzeugungsanlage.

Gehen die Wohnungen und Häuser nicht in private Hand oder an ein Wohnbauunter-nehmen, sondern bleiben im Eigentum des Investors, ist er der Vertragspartner und künftige Abnehmer der Energie. Um Überwachung, Wartung, Reparatur und den Schornsteinfeger kümmert sich der Dienstleister und nicht der Betreiber der Wohnanlage.

Die Vorteile von Full-Service-Lösungen für Quartiersentwickler

  • Mehr Zeit fürs Hauptgeschäft, weil der Dienstleister Arbeiten, Absprachen und Genehmigungen abnimmt.
  • Keine Investition in die Wärmeerzeug nötig, wodurch sich die Baukosten verringern.
  • Nachhaltige, effiziente Quartierslösung auf dem neuesten Stand der Technik, die auch im Betrieb geringe Energiekosten verursacht.
  • Staatliche Förderungen für eine energieeffiziente Bauweise können eingebunden werden.
  • Moderne Glasfasernetze ermöglichen die problemlose Installation von zukunftsfähigen Smart-City-Lösungen.
  • High-Speed-Internet und eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektroautos steigern die Attraktivität des Quartiers.
  • Zufriedene Bewohner dank sicherer Energieversorgung des Quartiers rund um die Uhr, einer Highspeed-Internetanbindung und zukunftsfähiger Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.

Von einer Quartier-Partnerschaft wie dieser haben somit alle etwas: Investoren, Planer und Bauherren können sich voll auf ihr jeweiliges Kerngeschäft konzentrieren, das Klima profitiert von einer Reduktion des CO2-Ausstoßes und die Quartiersbewohner erhalten ein lebenswertes Wohnumfeld, das fit für die Zukunft ist.

Mehr unter business.ewe.de/quartier.

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Foto: Rainer Geue

Für das Quartier am Wald in Worpswede errichtete und betreibt EWE beispielsweise ein Nahwärmenetz mit BHKW und Erdgasbrennwerttechnik mit einem Primärenergiefaktor von 0,7. EWE baute Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge und eine Glasfaserinfrastruktur mit 39 Hausanschlüssen

Über EWE

EWE ist ein Energie-, Telekommunikations- und Infrastrukturbetreiber im Norden Deutschlands, der überwiegend in kommunaler Hand ist. Für unsere Kunden bauen und betreiben wir mit rund 9000 Mitarbeitern Energie- und Telekommunikationsnetze und versorgen sie neben Energie und Telekommunikation auch mit E-Mobilitätslösungen und Energiedienstleistungen. In den letzten rund 25 Jahren haben wir über 25.000 Wärmeerzeugungsanlagen mit einer Leistung zwischen 15 und 25.000 KW im Contracting installiert.

Mit unserem breiten Portfolio treiben wir die Energiewende voran und möchten bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden. Für die Produktion von grüner Energie nutzen wir Wind, Sonne Wasserkraft und Biomasse. Der Anteil der Erneuerbaren Energien im Netzgebiet der EWE beträgt heute bereits über 90 %. Gemeinsam mit rund 90 Partner aus Industrie und Politik wird EWE im Rahmen des Projekts „Hyways for Future“ mehrere Millionen Euro investieren, um den Markthochlauf von regenerativ erzeugtem Wasserstoff im Nordwesten voranzutreiben.

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