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Neue Richtlinie zur Vor-Ort-Beratung ist am 01.03.2015 in Kraft getreten

© C. Uske

Am 29.10.2014 wurde die Richtlinie zur Vor-Ort-Beratung beschlossen und ist am 01.03.2015 in Kraft getreten. Damit haben sich nicht nur grundlegende Inhalte bei der Erstellung des Energieberatungsberichts geändert, sondern auch die Zuschüsse.

Das Bundesprogramm des BAFA für die Energieberatung vor Ort für Wohngebäude gewährt z. B. für die Beratungsleistung jetzt bis zu 60 % der förderungsfähigen Beratungskosten, maximal 800 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.100 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten. Darüber hinaus wird ein einmaliger Zuschuss von 500 € für die Erläuterung des Berichts bei Wohnungseigentümerversammlungen oder Beiratssitzungen gezahlt.

Neue Wahlmöglichkeit der Kunden

Der Kunde einer Vor-Ort-Beratung hat nach der neuen Richtlinie außerdem eine Wahlmöglichkeit mit Blick auf den Inhalt des Energieberatungsberichts. Er kann wählen zwischen der Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts für

  • eine Komplettsanierung des Wohngebäudes (zeitlich zusammenhängend) zum KfW-Effizienzhaus oder
  • eine umfassende energetische Sanierung in Schritten mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen (Sanierungsfahrplan).

Dabei darf der Energieberater die in der Anlage 1 der Richtlinie über die Förderung in Wohngebäuden vor Ort genannten Mindestanforderungen an den Inhalt eines Energieberatungsberichtes übertreffen.

Die Maßnahme beginnt mit der Erstellung des Energieberatungsberichtes. Die Energieberatung ist mit der Übergabe und der Erläuterung des schriftlichen Energieberatungsberichtes abgeschlossen.

Förderfähige Vor-Ort-Beratungen können bei folgenden Gebäuden durchgeführt werden.

  • Wohngebäude, die sich auf dem Bundesgebiet befinden
  • Wohngebäude deren Bauantrag oder die Bauanzeige bis zum 31. Januar 2002 gestellt bzw. erstattet wurde
  • Wohngebäude, deren umbauter Raum seitdem nicht zu mehr als 50 % verändert wurden
  • Gebäude müssen ursprünglich als Wohngebäude geplant und errichtet worden sein und überwiegend dem Wohnen dienen
  • Nichtwohngebäude die beheizt werden und durch Nutzungsänderung zu einem Wohngebäude umgewidmet werden

Zweck der Zuwendung durch das Förderprogramm zur Vor-Ort-Beratung

Das Förderprogramm zur Vor-Ort-Beratung soll dazu beitragen, das energiepolitische Ziel der Bundesregierung eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 zu erreichen. Mit der energetischen Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden kann ein wichtiger Beitrag geleistet werden.

Auf die Zuwendung besteht kein Rechtsanspruch. Die Gewährung eines Zuschusses ist vorbehaltlich der Verfügbarkeit der veranschlagten Haushaltsmittel.

In unserem Werk „Fachgerechte Planung und Ausführung von konventioneller und regenerativer Haustechnik“ informieren wir Sie über neuesten gesetzlichen Anforderungen an die Energieberatung sowie einen umfassenden Überblick über alle neuen Vorgaben der EnEV an die haustechnischen Anlagen. Nutzen Sie das Fachwissen unserer Experten, um bestens über die aktuelle Rechtslage informiert zu sein!

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