Am 18. März 2016 hat der Bundesrat die IfSG-Meldepflicht-Anpassungsverordnung abschließend verabschiedet. Mit dieser Verordnung werden die im Infektionsschutzgesetz (IfSG) geregelten Meldepflichten verschärft. Betroffen sind Meldepflichten für antibiotikaresistente Erreger und Arboviren. Die Verordnung ist am 1. Mai 2016 in Kraft getreten.

IfSG-Meldepflicht-Anpassungverordnung: Das sind die Änderungen 

Folgende Änderungen beinhaltet die Verordnung im Detail:

Namentliche Meldepflicht bei Krankheitsverdacht, nachgewiesener Erkrankung und Tod 

Namentlich zu melden sind

  • zoonotische Influenza und
  • Clostridium difficile mit klinisch schwerem Verlauf.

Namentlich meldepflichtiger Nachweis von Krankheitserregern bei direktem oder indirektem Nachweis 

  • Chikungunya-Virus
  • Dengue-Virus
  • West-Nil-Virus
  • Zika-Virus
  • sonstigen Arboviren

In diesen Fällen muss der Nachweis auf eine akute Infektion hinweisen.

Außerdem besteht eine namentliche Meldepflicht bei direktem Nachweis

  • MRSA bei Erregernachweis in Blut oder Liquor
  • Enterobacteriaceae mit Carbapenem-Nichtempfindlichkeit oder bei Nachweis einer Carbapenemase-Determinante, mit Ausnahme der isolierten Nichtempfindlichkeit gegenüber Imipenem bei Proteus spp., Morganella spp., Providencia spp. und Serratia marcescens (Meldepflicht bei Infektion oder Kolonisation)
  • Acinetobacter spp. mit Carbapenem-Nichtempfindlichkeit oder bei Nachweis einer Carbapenemase-Determinante (Meldepflicht bei Infektion oder Kolonisation)

Damit soll diese Verordnung auch den 10-Punkte-Plan zur Bekämpfung resistenter Erreger unterstützen.

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