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"Neue FZV ermöglicht Kfz-Zulassung von Zuhause aus"


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Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) regelt die Zulassung von Fahrzeugen auf deutschen Straßen. Am 1. Oktober 2017 sind mit der Dritten Verordnung zur Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung Neuerungen in Kraft getreten, die u. a. das internetbasierte Zulassungsverfahren (i-Kfz) einen Schritt weiter bringen.

Oldtimer-Fahrer profitieren von Neuerungen in der FZV

Insider sehen in der Neufassung der FZV ein Geschenk an Oldtimer-Fahrer. Denn Oldtimer-(H-)Kennzeichen und grüne Kennzeichen können gemäß Satz 4 künftig auch als Saisonkennzeichen zugeteilt werden. Dafür wurde § 9 Absatz 3 geändert. Damit wird das Verfahren vereinheitlicht. Denn bisher oblag diese Entscheidung der Zulassungsbehörde. Der Bund erwartet sich von dieser Regelung Mindereinnahmen bei der Kfz-Steuer und der Versicherungssteuer. 

Tipp für Zulassungsbehörden: Da auf einem Kennzeichen laut Zulassungsverordnung nur 8 Zeichen und Ziffern erlaubt sind, empfiehlt es sich für kleine Zulassungsbehörden, entsprechend kurze Kombinationen speziell für die Oldtimer-Fahrzeuge zu reservieren. 

Ein weiterer Vorteil ergibt sich für die Oldtimer-Fahrer mit der Änderung zum internetbasierten Zulassungsverfahren. Künftig können sie ihr Fahrzeug bedarfsgerecht und von Zuhause aus abmelden und wieder zulassen.  

i-Kfz: Internetbasierte Wiederzulassung gilt mit Änderung der FZV 

Ein weiterer Kernpunkt der Neuerung der FZV ist das Inkrafttreten der zweiten Stufe des internetbasierten Zulassungsverfahrens. Seit dem 1. Januar 2015, mit Inkrafttreten der Ersten Verordnung zur Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung, ist es möglich, Fahrzeuge von Zuhause aus außer Betrieb zu setzen ("Außerbetriebsetzung"). 

Seit dem 1. Oktober 2017 können Fahrzeuge online auch wieder zugelassen werden ("Wiederzulassung"). Das geht aber nur, wenn das Fahrzeug auf denselben Halter und in demselben Zulassungsbezirk wieder zugelassen werden soll. Neue Zulassungsbescheinigungen sowie der Besitz eines elektronischen Ausweises sind dafür erforderlich. 

Mit dieser Neuerung wurde die Grundlage für die Stufen drei und vier des internetbasierten Zulassungsverfahrens, also für die Online-Umschreibung sowie die Online-Neuzulassung eines Fahrzeugs, geschaffen. Der Gang zur Behörde soll damit entfallen.  

Kleinere Neuerungen in der FZV 

Neben den zwei oben genannten großen Änderungen, gibt es folgende kleinere Änderungen in der FZV, die beachtet werden müssen: 

  • Künftig kann man Fahrzeuge mit dem roten Händlerkennzeichen auch zum Tanken und zum "Zwecke der Reparatur oder Wartung" fahren. 
  • Fahrzeuge, die mit einem Saisonkennzeichen zugelassen sind, können seit dem 1. Oktober in der Ruhezeit auch mit einem Kurzzeitkennzeichen bzw. einem roten Kennzeichen zur Wartung, Reparatur, Überführung etc. bewegt werden. 

Weiterhin bleibt die Regelung bestehen, dass Kurzzeitkennzeichen nur mit gültiger HU und nur wenn das Fahrzeug im Vorfeld bekannt ist, ausgegeben werden kann. 

Da verkehrsrechtliche Regelungen einem ständigen Wandel unterliegen, müssen Zulassungsbehörden, Polizisten, Straßenbaubehörden etc. verkehrsrechtliche Vorschriften aus der Straßenverkehrsordnung (StVO), der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) und der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) kennen. Mit dem Werk "StVO für die Praxis" haben diese Berufsgruppen alle aktuellen Änderungen immer parat, da das Werk stets aktualisiert wird.  

Quellen: ADAC, Gesetzestext, BMVI

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