Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Die überarbeitete Form der Trinkwasserverordnung ist am 9. Januar 2018 in Kraft getreten. Primäres Ziel der Verordnung ist es, die Trinkwasserqualität in Deutschland zu verbessern. Für die Wasserversorger ergeben sich mit der Änderung neue Möglichkeiten, aber auch Verpflichtungen.

Trinkwasserverordnung 2018 mit neuen Verboten und Pflichten 

Alle Stoffe und Gegenstände, die nicht der Trinkwasserversorgung dienen, müssen gemäß § 17 Absatz 7 TrinkwV bis zum 9. Januar 2020 aus dem Roh- und Trinkwasser entfernt werden. Im Umkehrschluss heißt es, dass bei der Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser nur Stoffe, Gegenstände und Verfahren angewendet werden dürfen, die bestimmungsgemäß der Trinkwasserversorgung dienen. 

Untersuchungsstellen und Wasserversorger haben außerdem seit Januar zusätzliche Pflichten: Während Untersuchungsstellen verpflichtet werden, jede Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes für Legionella spec an das Gesundheitsamt zu melden, muss der Betreiber der Trinkwasserinstallation auf Anfrage Nutzern die Ergebnisse von Trinkwasser-Analysen zur Verfügung stellen. 

Alle Änderungen, die die neue Trinkwasserverordnung mitbringt, darunter auch die geänderten Definitionen für den technischen Maßnahmewert und die Gefährdungsbeurteilung, enthält das Buch „Die neue Trinkwasserverordnung“.

Trinkwasserverordnung 2018 führt RAP ein

Die neue Trinkwasserverordnung sieht zudem die Einführung einer „Risikobewertungsbasierten Anpassung der Probennahmeplanung (RAP)“ vor. Konkret heißt das, dass § 14 Absatz 2a der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) Wasserversorgern die Option gewährt, auf Grundlage einer Risikobewertung von einem ansonsten festgelegten Parameterumfang sowie einer vorgegebenen Häufigkeit der Untersuchungen abzuweichen. Mit Genehmigung des Gesundheitsamtes können Wasserversorger nun die Untersuchung des Trinkwassers individuell an die Gegebenheiten vor Ort anpassen.  

Quelle: DVGW

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