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Flachdachrichtlinie: Das müssen Sie bei Abdichtungen mit Flüssigkunststoffen beachten

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In der Flachdachrichtlinie 2016 wurden die Leistungsstufen bei Abdichtungen mit Kunststoffen erweitert. Dachdecker, die ein Flachdach abdichten wollen, müssen seitdem drei Neuerungen kennen.

Die Flachdachabdichtung stellt Dachdecker oft vor eine Herausforderung, denn Flachdächer sind enormen Belastungen, wie stehendem Wasser oder Auflasten durch Schnee und Eis ausgesetzt. Damit es durch die starke Beanspruchung nicht zur Beschädigung der Abdichtung kommt, ist eine fachgerechte Ausführung wichtig.

Eine Methode zur Abdichtung von Flachdächern ist die Abdichtung mit Flüssigkunststoffen. Und genau dazu gibt es in der neuen Flachdachrichtlinie, die seit dem Dezember 2016 gilt und die Vorgängerausgabe vom Oktober 2008 (mit Änderungen in den Jahren 2009 und 2011) abgelöst hat, drei Neuerungen.

Flachdachrichtlinie 2016 erweitert Leistungsstufen

Die Leistungsstufen von Abdichtungen mit Flüssigkunststoffen wurden in der neuen Flachdachrichtlinie teilweise erweitert. Dies betrifft die Einordnung in die Klimazone sowie die zu beachtende Oberflächentemperatur.

Klimazone Abdichtungen mit flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen werden künftig für die Klimazone S (extremes Klima) ausgelegt. Bisher war die Klimazone M (gemäßigtes Klima) gefordert.

Oberflächentemperatur Die aktuelle Flachdachrichtlinie fordert einen Temperaturbereich von Leistungsstufe TL 4 (entspricht einer tiefsten Oberflächentemperatur von - 30 °C) bis TH4 (höchste Oberflächentemperatur +90 °C). In der bisherigen Ausgabe wurden lediglich Oberflächentemperaturen von TL3 (- 20 °C) bis TH3 (+ 8 0°C) gefordert.

Mindestnenndicke Bisher war eine Mindestnenndicke von 2,0 mm erforderlich. In der neuen Flachdachrichtlinie wurde dieser Wert auf 2,1 mm angehoben.

Eine Übersicht über die Anforderungen an Flüssigkunststoffe


Quelle: Prof. Dr.-Ing. Peter Schmidt

Die Flachdachrichtlinie ist als eigenständiges Regelwerk zu betrachten und gilt als allgemein anerkannte Regel der Technik. Sie wird vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. herausgegeben.

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