Zoll, Export und Internationales

Die Bundesregierung treibt die Elektromobilität u. a. durch Steuervorteile voran. So können Unternehmen noch bis Ende 2020 bei Anschaffung von Elektrofahrzeugen für die Firmenflotte von der Steuerbefreiung profitieren. Die Einführung von Elektrofahrzeugen als Dienstwagen mit privater Nutzung stellt jedoch viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Erfahren Sie in diesem Beitrag wie Fuhrparkmanager dabei vorgehen können.

Elektromobilität – Definition

Unter Elektromobilität wird das gesamte Spektrum an elektrisch angetriebenen Fahrzeugen verstanden. Darunter fallen E-Fahrräder, Pedelecs, E-Bikes genauso wie Elektrobusse, Elektroautos aber auch Fahrzeuge, die über Hybridantriebe verfügen, sofern sie über das Stromnetz aufgeladen werden (Plug-in-Hybrid).  

E-Mobilität im Rahmen von privat genutzten Dienstwagen 

Die Bereitstellung von Dienstwagen mit privater Nutzung gehört in Deutschland zur beliebtesten und häufigsten Form der Dienstwagennutzung. Doch ausgerechnet dieses Modell bereitet Fuhrparkmanagern die größten Probleme bei der Einführung von Elektromobilität im Unternehmen. Denn sie müssen folgende Hintergründe und Herausforderungen berücksichtigen: 

  • Hohe Fahrleistungen durch Dienstreisen, Urlaubsfahrten und/oder längeren Arbeitswegen lassen für private und dienstliche  Fahrerprofile/Nutzerprofile keine 100%ige Nutzung von Elektrofahrzeugen zu. 
  • Bei privater Nutzung muss gewährleistet werden können, dass auch am Wochenende oder bei längerer Abwesenheit vom Arbeitsplatz das Laden des Elektrofahrzeugs möglich ist. Es müssen also entsprechende Ladepunkte geschaffen werden. 

Möglich ist die Einführung von elektronisch betriebenen Fahrzeugen als Dienstwagen mit privater Nutzung natürlich allemal. Dabei ist es hilfreich, die nachfolgenden Maßnahmen durchzuführen. 

Elektromobilität: Beschaffung von Elektroautos 

Vor der Beschaffung von Elektrofahrzeugen, die als Dienstwagen auch privat genutzt werden können, sollten Fuhrparkmanager folgende Punkte beachten: 

  • Das dienstliche und private Mobilitätsprofil des Nutzers prüfen. 
  • Ladepunkte am Wohnort des Arbeitnehmers einrichten. 
  • Dienstreisekonzept entwickeln, das für weitere Strecken die Nutzung der Bahn in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln wie Carsharing oder öffentlichem Nahverkehr vorsieht.
  • Ggf. ein Mobilitätsbudget einführen, um die Kosten für Fahrten zu decken, die nicht mit dem Elektrofahrzeug zurückgelegt werden können.
  • Ggf. Software zur multimodalen Reiseplanung einsetzen.
  • Nach Bedarf einen gemischten Fahrzeugpool etablieren, der aus konventionell und elektrisch angetriebenen Dienstwagen besteht. Mitarbeitern, die ein Elektroauto als Dienstwagen nutzen, kann so die Möglichkeit geboten werden, das Elektrofahrzeug zur Urlaubszeit oder an Ausflugswochenenden gegen ein konventionell angetriebenes Fahrzeug zu tauschen.

Wie Fuhrparkmanager bei der Einführung eines Fahrzeugpools zeitsparend und effektiv vorgehen, erfahren sie in der „Dokumentenmappe: Fuhrparkmanagement“, in der das Thema Elektromobilität sowie alle rechtlichen Anforderungen zum Fuhrparkmanagement übersichtlich und verständlich aufbereitet sind.

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Desweiteren können Fuhrparkmanager folgende Maßnahmen ergreifen

  • Wohnstandort- und Erreichbarkeitsanalyse erstellen (Wo wohnen die Mitarbeiter? Welche Verkehrsmittel können auf dem Arbeitsweg genutzt werden?) 
  • Mitarbeitern im Rahmen von Informationsveranstaltungen oder Informationsschreiben die Vor- und Nachteile der jeweiligen Verkehrsmittel erläutern.  
  • Mitarbeiterbefragungen oder Workshops durchführen, um weitere Maßnahmen zu entwickeln. 

(juse)

Quelle: „Dokumentenmappe: Fuhrparkmanagement“

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